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Herzlichen Dank

21. Dezember 2011, von Monique Frey

Leserbrief

Endlich! Ich hielt die Gehässigkeiten und Ablehnungen gegenüber Asyslsuchenden in den Gemeinden Fischbach und Bettwil kaum mehr aus. Hoffentlich haben die Menschen aus Ländern, in denen die Lebensbedingungen viel schlechter sind als bei uns, nicht alles mitbekommen. Dieser Generalverdacht der Kriminalität aller Asylsuchenden ist Menschen verachtend. Endlich hat sich eine Gemeinde bereit erklärt wenigstens eine Zivilschutzanlage als Unterkunft zur Verfügung zu stellen. Ich danke dieser Gemeinde herzlich; sie wird kaum Probleme haben. Das Zusammenleben in den Asylzentren funktioniert auch dank der umsichtigen Leitung durch Caritas Luzern sehr gut, wenn man bedenkt, wie flexibel die Leute sein müssen: sie können ihre Mitbewohnenden nicht wählen, leben mit verschiedensten Ethnien zusammen. So teilen sie im Sonnenhof in Emmenbrücke auf kleinem Raum Küche, Bad und Aufenthaltsräume. Der psychische Druck ist gross, haben doch die meisten eine entbehrungsreiche, jahrelange Flucht und Wanderung ins ersehnte Europa hinter sich. Die Schweiz als Profiteurin einer globalisierten Wirtschaft muss mithelfen, die negativen Auswirkungen dieser Globalisierung zu tragen. Dazu gehört auch die Unterstützung der Länder des Südens, die seit Jahren noch grössere Flüchtlingsströme aufnehmen müssen.

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