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„Enorme Mehrkosten“ für bessere Luft?

18. Dezember 2008, von Alain Greter

In einem Leserbrief (NLZ 17. Dez. 2008) wettert Erwin Dahinden gegen die Aktualisierung des Massnahmenplans Luftreinhaltung. Die Reduktion des Feinstaubs ist ihm zu teuer. Eine Massnahme verlangt, dass bei Holzfeuerungsanlagen ab 40 kW alle zwei Jahre Emissionsmessungen durchgeführt werden. Dies führe ab 2011 zu „enormen Mehrkosten“ für die Besitzer: bis zu 300 Franken. Pro Tag sind das nicht einmal 50 Rappen.

Aus gesundheitlicher Sicht ist Feinstaub der gefährlichste Luftschadstoff. Die Feinpartikel lösen Allergien, Asthmaanfälle und Bronchitis aus, erhöhen das Herzinfarktrisiko und können sogar krebserregende Wirkung entfalten. Gegenwärtig sind gut 40% der Schweizer Bevölkerung übermässigen Feinstaubkonzentrationen ausgesetzt. Kinder und ältere Menschen leiden am stärksten darunter.

Im Kanton Luzern werden die Grenzwerte von Feinstaub, aber auch von Ozon und Stickstoffdioxid, nach wie vor deutlich überschritten. Der Handlungsbedarf in Sachen Luftreinhaltung ist also klar ausgewiesen. Mit den neuen Massnahmen hat die Luzerner Regierung nur ihre Pflicht getan. Im Sinne der Lastenverteilung haben alle Verursachergruppen einen Beitrag zu leisten, um die Schadstoffbelastung der Luft auf ein für Mensch und Natur erträgliches Mass zu reduzieren. Eine bessere Luft dürfte doch jedem Hausbesitzer mit Holzfeuerung 50 Rappen pro Tag Wert sein.

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