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Internet-Aufruf zur Wahl von Luc Recordon

7. Dezember 2008, von Sekretariat Grüne Luzern

Medienmitteilung Grüne Schweiz

Die Grüne Partei der Schweiz hat im Internet einen Aufruf zur Unterstützung ihres Bundesratskandidaten Luc Recordon aufgeschaltet (www.10dezember2008.ch). Lanciert wurde der Aufruf von alt Nationalrätin Anne-Catherine Menétrey und Soziologieprofessor Ueli Mäder. Die Grünen rufen die Schweizerinnen und Schweizer auf, den Aufruf möglichst zahlreich zu unterzeichnen. Denn am Tag der Menschenrechte darf kein SVP-Hardliner gewählt werden.

Ueli Maurer, der in den Medien schon als sicherer Bundesrat gehandelt wird, ist Hauptträger der Ausschaffungsinitiative, welche das Völkerrecht verletzt. Er unterstützt die Minarett-Initiative, welche die Religionsfreiheit und den säkularen Charakter des Bundesstaates in Frage stellt. Stellen Sie sich einen solchen Politiker als Bundesrat oder gar als Bundespräsidenten vor.

Um ein Zeichen gegen Maurers drohende Wahl zu setzen, bitten die Grünen um möglichst viele Unterschriften für ihren Aufruf. Mit Luc Recordon kandidiert ein topqualifizierter Politiker für das Amt des Bundesrates. Der 53-jährige Anwalt kennt sich nicht nur bestens aus in umwelt-, sozial- und sicherheitspolitischen Dossiers. Als Mitglied des Verwaltungsrates der Waadtländer Kantonalbank verfügt er auch über finanzpolitisches Know-how.

Recordon ist somit die richtige Wahl angesichts der enormen Herausforderungen, die auf die Schweiz zukommen. Und er ist die richtige Wahl am Tag der Menschenrechte.

Unterstützen Sie den Aufruf: www.10dezember2008.ch

4 Reaktionen zu “Internet-Aufruf zur Wahl von Luc Recordon”

  1. lorenzo

    recordon sei die richtige wahl angesichts der enormen herausforderungen, die auf die schweiz zukommen. und er sei die richtige wahl am tag der menschenrechte. na bravo! mir war klar, dass die grünen recordon eher früher oder später zugunsten eines sprengkandidaten hätten zurückziehen müssen. dass recordon nicht einmal im ersten wahlgang eine stimme aus den eigenen grünen reihen erhielt (obwohl, im ersten wahlgang könnte er ja vereinzelte bekommen haben), grenzt an geringschätzung der eigenen basis und all derer, die sich unter http://www.10dezember2008.ch eingetragen haben.

  2. andu

    als parteimitglied der grünen bin ich voll enttäuscht: ein grüner offizieller kandidat wird von der eigenen partei nicht gewählt und unterstützt. ich überlege mir bei einem künftigen aufruf, ob ich wieder unterschreiben werde. auch werde ich wohl den link nicht mehr weiterleiten, denn was sollen meine freunde und -innen auch denken…. aufrufe zu verschicken, die nicht ernst gemeint sind, untergraben das vertrauen und die glaubwürdigkeit.

  3. Christian

    Das Verhalten der grünen Bundeshausfraktion mag auf den ersten Blick wirklich etwas merkwürdig anmuten. Es ist aber zu ergänzen, dass die Grünen im Vorfeld eine bessere (und realistischere) Sprengkandidatur als Recordon unterstützen wollten, offiziell aber keine Person andere als Blocher/Maurer zur Verfügung stand. Dass die Grünen (wohl die meisten) im ersten Wahlgang ihre Stimme dem kurz zuvor als Sprengkandidat portierten SVP-Nationalrat Hansjörg Walter gegeben haben, mag daher kommen, dass eine Wahl von Walter eine ernsthafte Alternative gewesen wäre. Die Anzahl Stimmen haben gezeigt, dass wenig für den Coup gefehlt hätte. Hätten die Grünen Recordon gewählt, hätte man möglicherweise indirekt Herrn Maurer schon im ersten Wahlgang in den Bundesrat gewählt. Dass dies die Grünen nicht wollten ist hoffentlich verständlich.

  4. Blogadmin

    Lieber Andu, lieber Lorenzo, vorab herzlichen Dank für Eure Feedbacks. Man ist sich bei den Grünen durchaus bewusst, dass das Verhalten der Grünen Fraktion einen zwiespältigen Eindruck hinterliess. Vielleicht kann das Statement von Louis Schelbert noch etwas Klarheit bringen:

    „Die Haltung der Fraktion ist nicht einfach zu verstehen. Der Hintergrund: Die Kandidatur von Luc Rcordon sollte Blocher/Maurer verhindern und unseren Anspruch auf einen Bundesratssitz zeigen. Auch der Aufruf trug zwei Botschaften: Maurer/Blocher verhindern und Luc Recordon wählen. In der letzen Nacht vor der Wahl kristallisierte sich die Alternative Hansjörg Walter heraus. Um 7 Uhr früh traf sich die Fraktion. Auf Antrag von Luc Recordon (!) beschlossen wir, alle unsere Stimmen Hansjörg Walter zu geben. Die Überlegung war: Nur wenn er im ersten Wahlgang über 100 Stimmen macht, hat er eine Chance. Dazu waren auch die Stimmen von uns Grünen nötig. Die Fortsetzung ist bekannt. Leider hat es nur fast, aber nicht ganz gereicht.“

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