Personen und Gremien - Vorstand Grüne Kanton Luzern

Christa Stocker


Christa Stocker
» Schulerfolg darf nicht vom familiären Umfeld abhängig sein. Schluss mit Sparmassnahmen bei der Bildung. «
56, Luzern, Bereichsleiterin Therapie und Pflege/Ergotherapeutin FH/Familienfrau, im Grossstadtrat von 2000-2009
Mitgliedschaften: VCS ↗, Pro Velo ↗, WWF ↗, DFI ↗, Verein Jobdach

Im Grossen Stadtrat kennt man Christa Stocker als vielseitige und versierte Politikerin. Sie kennt sich aus in Bildungsfragen, engagiert sich in der Verkehrs-, Kultur- und Finanzpolitik. Die 40-jährige Ergotherapeutin kann nicht verstehen, dass bürgerliche Kreise die Verkehrspolitik mit der zweiten Gotthardröhre in die Sackgasse führen wollen. In ihrer Arbeit bei der Pro Velo, aber auch im kantonalen und städtischen Parlament hat sie erfahren, was es bräuchte: bessere Angebote beim öV wie etwa "Avanti" für eine S-Bahn Luzern, sichere Velowege und attraktive Fussgängerzonen. Nur dank kundenfreundlichen Angeboten steigen Menschen auf Velo und öV um.

"Ich möchte eine lebendige Quartierpolitik ermöglichen. Das Quartier bedeutet für viele Menschen ein Stück Heimat. Kleinräumige Strukturen, Läden, die Post oder Begegnungs- und Spielplätze müssen erhalten oder verbessert werden. Quartiere sollen in ihrer Eigenaktivität durch die Politik gestärkt und unterstützt werden. - Die Schulen der Stadt Luzern müssen sich den gesellschaftlichen Veränderungen anpassen, sei es durch die Einführung von Tagesschulen, den Ausbau der Schulsozialarbeit oder die Einführung der Baisstufe. Engagierte LehrerInnen und Schulhausleitungen gewährleisten die Qualität der Städtischen Schulen. Sie brauchen gute Rahmenbedingungen, das heisst kleine Klassen, eine zeitgemässe Infrastruktur, fachliche Unterstützung und transparente Führungsstrukturen. Ich setzte mich für eine Schule ein, die allen Kindern eine möglichst optimale Förderung ermöglicht. Eine gute Bildung ist ein wichtiges Startkapital für das Leben, deshalb darf uns eine gute Schule etwas kosten. - Als langjähriges Aktivmitglied der Pro Velo und als Grossrätin mit Schwerpunkt Verkehrspolitik, liegt mir die städtische Verkehrs- und Raumplanung am Herzen. Ich setze mich für einen guten öffentlichen Verkehr, für sichere Fussgängerverbindungen und ein breites Radnetz in der Innenstadt ein. - Luzern ist eine kulturell lebendige Stadt. Künstlerisch aktive Institutionen und Menschen leisten einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität einer Gemeinschaft, zur Identitätsbildung und Integration. Gefragt ist eine Kulturpolitik, die anregende Produktionsbedingungen für KünstlerInnen aus allen Sparten ermöglicht und durch angemessene Betriebsbeiträge gute Rahmenbedingungen für die Kulturhäuser beitet. Das Überleben der Boa mus sichergestellt werden, ebenso das der Schüür und des La Fourmi. Mittelfristig sind die Standorte der Schüür und des La Fourmi durch Bauprojekte gefährdet. Alle Häuser tragen durch ihr spezielles Angebot zur kulturellen Vielfalt bei. Diese Vielfalt muss uns auch finanziell etwas wert sein. - Die Stadt ist ein lebendiger Lebensraum. Menschen aus anderen Nationen, alte und junge Menschen, Familien bereichern und beleben unsere Stadt mit ihren persönlichen Engagements und ihren Geschichten. Die Integration der verschiedenen Gruppen ist ein Schwerpunktthema, seien es Menschen aus anderen Ländern, mit Behinderungen oder einer schwierigen Lebensgeschichte. Integration findet für mich auf allen Ebenen statt, im Schulbereich, in der Quartier- und Verkehrsplanung, in der Kultur- und Sozialpolitik. - Frauen sind im Grossen und Kleinen Stadtrat deutlich untervertreten. Unsere Blickweise und unsere Art zu politisieren ist wichtig, um die anstehenden Probleme zu lösen und neue Visionen zu entwickeln."