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Bodeninitiative Kriens kommt zustande

20. Juli 2021

Das Initiativkomitee aus GRÜNE, SP, glp und jcvp übergaben am 20. Juli um 16 Uhr mit 638 Unterschriften die Bodeninitiative dem Stadtrat von Kriens. Die einfache Idee, dass Kriens seinen wertvollen Boden behalten muss und sein Tafelsilber nicht versscherbeln darf, fand grosse Unterstützung und Zuspruch an den Standaktionen. Pia Engler ist überzeugt: «Die Bevölkerung will sicher gehen, dass es auch in Zukunft Land und Boden gibt, der zur Verfügung steht. Ein Ausverkauf an Private kommt für sie nicht in Frage. Viele hinterfragen auch die regen Bautätigkeiten der vergangenen Jahre in Kriens.»

Boden nicht aus den Händen geben
Da waren Eltern mit ihren Kindern, die sich Sorgen, ob auch in Zukunft noch Landreserven vorhanden sind, wenn es darum geht, Spielplätze zu gestalten und genug Schulraum zu schaffen. Da waren aber auch viele Pensionierte, die sich Sorgen, dass der Wohnraum nur noch teurer wird und kein Alterszentrum mehr gebaut werden kann, wenn Kriens sein wertvolles Land an Private verkauft. Bruno Bienz erklärt: «Grund und Boden ist ein Gut, das steigenden Wert hat. Wird der Boden knapp, steigt der Preis. Verkaufen wir diesen, geben wir etwas sehr Wertvolles aus der Hand. Es ist nicht nachvollziehbar, warum der Stadtrat Land für einen kurzfristig Gewinn verkaufen will und ihn später wieder teuer zurückkaufen muss. Die Immobilienstrategie der Stadt ist nur auf den raschen Gewinn bedacht und in keiner Art und Weise nachhaltig.» Wer sich sorgt, dass in Kriens bei Bedarf nicht mehr gebaut werden darf, können wir beruhigen. «Die Stadt kann auch Land im Baurecht abgeben und dafür Zinsen verlangen. Das sind wichtige langfristige Einkünfte, die Kriens in der prekären Finanzsituation braucht. Auch der Abtausch von Parzellen ist möglich. Kriens soll aber nicht verbaut werden und nur bei Bedarf sollen neue Bauten entstehen.» begründet Pascal Meyer. «Die Bevölkerung will ein attraktives und lebenswertes Kriens. Sie wollen mitgestalten und die Entwicklung nicht Privaten überlassen und das kann nur gelingen, wenn die Stadt ihren wertvollen Boden nicht aus den Händen gibt. Wir hätten heute keinen Langmattspielplatz, der den Kindern eindrückliche Erlebnisse bietet, würde die Stadt nicht über eigenes Land verfügen.» ist Michael Krummenacher überzeugt.

Weitere Infos finden sich auf der Webseite der Initiative: https://www.bodeninitiative-kriens.ch/

Für das Initiativkomitee
Bruno Bienz, GRÜNE Kriens

Pia Engler, SP Kriens

Pascal Meyer, glp Kriens

Michael Krummenacher, JCVP Kriens