Grüne Vorstösse in Agglomeration und Gemeinden - Aktuell

Postulat: Lärm im Grämliswald

26. März 2021

Noel Schemm und Mitunterzeichnende bitten den Gemeinderat mit einem Postulat zu prüfen, wie diese Lärmemissionen der Trinkwasseraufbereitungsanlage im Grämliswald verringert oder wenn möglich ganz verhindert werden können.

Im Jahr 2015 wurde ein Kredit zur Sanierung und Erweiterung der Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWA) im Grämliswald mit einem überragenden Ergebnis von der Bevölkerung angenommen. Es folgte 2016 der Spatenstich und das Bauwerk wurde realisiert. Seit 2019 ist die sanierte Anlage in Betrieb. Die Anlage sichert der Horwer Bevölkerung einwandfreies, lokal hergestelltes eigenes Trinkwasser.

Der Grämliswald ist neben dem Standort der TWA für die Horwer Bevölkerung ein wichtiges Naherholungsgebiet. So kommen täglich Sportlerinnen und Sportler, um den Vitaparcours zu absolvieren und viele Familien oder Freundesgruppen, um gemeinsam Zeit im Wald zu verbringen. Neben ihnen sind die Waldspielgruppe und diverse Jugendvereine regelmässig in dem Wald anzutreffen.

Die TWA verursacht bei einem Abgang von Druckluft beträchtliche Lärmemissionen, welche rund um die Uhr ungefähr alle 15 Minuten auftreten. Es handelt sich um ein Geräusch, welches sehr plötzlich auftritt und wenige Sekunden später wieder stoppt. Es ist ungefähr so laut, dass man es in einigen hundert Metern Entfernung hört und wenn man sich im direkten Umkreis von 20-30 Metern der Anlage befindet, auch mal daran erschrecken kann. Dieses Geräusch stellt für alle, die es hören, eine massive Störung dar.

Da die Anlage mitten in einem Wald platziert ist, sind für sie keine direkten Lärmemissionsgrenzwerte vorgeschrieben. Dennoch sind die Aussenräume rund um die Anlage gemäss lärmrechtlichen Vorsorgeprinzipien zu schützen. Demnach müssen alle Massnahmen ergriffen werden, die technisch und betrieblich möglich sowie wirtschaftlich tragbar sind, um die Lärmbelastung in der Umgebung einer Lärmquelle möglichst zu reduzieren (Art. 1 und 11 Umweltschutzgesetz).

Da die TWA noch viele weitere Jahre in dem Wald in Betrieb sein wird, bitten wir den Gemeinderat zu prüfen, wie diese Lärmemissionen verringert oder wenn möglich ganz verhindert werden können.

Wir danken für die wohlwollende Bearbeitung dieses Anliegens.