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Neu können Kinder auf dem Trottoir velofahren: GRÜNE fordern Sicherheits-Massnahmen und neue Velowege

1. Februar 2021

Kinder bis 12 Jahre dürfen neu auf dem Gehweg velofahren, wenn auf der Strasse kein Radweg vorhanden ist, dies zum Schutz dieser Kinder. Doch dies ist sowohl für Fussgänger*innen als auch für die Kinder mit Risiken verbunden. Die GRÜNEN/Jungen Grünen Fraktionen von Stadt und Kanton Luzern fordern per Vorstoss Antworten, welche Massnahmen die Regierungen ergreifen, um den Schutz der Verkehrsteilnehmenden sicherzustellen. Und einen raschen Ausbau der Veloinfrastruktur.

Kantonsrätin Monique Frey und Grossstadtrat Martin Abele reichen in ihren jeweiligen Räten Vorstösse zu einer neuen Verkehrsregel ein: Sind weder Radweg noch Radstreifen vorhanden, so dürfen Kinder bis 12 Jahre auf Fusswegen und Trottoirs Rad fahren. Sie müssen ihre Geschwindigkeit und Fahrweise den Umständen anpassen. Insbesondere müssen sie auf die Fussgänger Rücksicht nehmen und diesen den Vortritt gewähren. Das steht seit dem 1. Januar 2021 in der Verkehrsregelverordnung des Bundes.

«Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen und betagte Menschen befürchten eine zusätzliche Gefährdung durch diese Neuregelung», schreibt Martin Abele, Grossstadtrat in seinem Vorstoss zuhanden des Luzerner Stadtrates.

Dass diese neue Verordnung notwendig ist, hängt mit dem ungenügenden Velonetz in der Schweiz zusammen. Für die GRÜNE Kantonsrätin Monique Frey ist klar: «Dies ist nur eine Übergangslösung, bis ein sicheres und durchgehendes Radwegnetz installiert ist.» Sie möchte in ihrem Vorstoss von der Regierung unter anderem wissen, auf welchen Streckenabschnitten und bis wann Radwege und Radstreifen gebaut werden. Zudem müssen die Eltern und Kinder sensibilisiert werden, um Unfallrisiken vorzubeugen, finden Abele und Frey.