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Korintha Bärtsch und Rahel Estermann folgen 2021 auf Fraktionspräsidentin Monique Frey

19. November 2020

Die Mitglieder der GRÜNEN/Jungen Grünen Kantonsratsfraktion haben zwei ihrer Mitglieder als Nachfolge von Monique Frey ins Fraktionspräsidium gewählt: Rahel Estermann, Digitalisierungsforscherin und Korintha Bärtsch, Umweltnaturwissenschafterin. Die beiden kompetenten Frauen treten ab 1. Januar 2021 die Nachfolge als Co-Leitung an. Nach sechs Jahren Engagement mit viel Herzblut tritt Monique Frey als Fraktionspräsidentin zurück.

Rahel Estermann und Korintha Bärtsch übernehmen eine erstarkte GRÜNE/Junge Grüne-Fraktion. Die neuen Möglichkeiten wollen die beiden gewinnbringend nutzen. «Unsere Fraktionsstärke hat sich verdoppelt, wir haben zahlreiche motivierte Neuzugänge mit einem breiten Erfahrungsspektrum in der Fraktion. Zusammen mit den langjährigen Mitgliedern können wir nun die Arbeit auf mehr Schultern verteilen», sagt Rahel Estermann.

Die neue Co-Fraktionsleitung will das Gewicht der GRÜNEN/Jungen Grünen im Kantonsrat erhöhen und setzt auf einen offenen Dialog mit anderen Fraktionen. «Wir wollen den Kanton Luzern mitgestalten. Wir hören den anderen Fraktionen zu und wollen selbst gehört werden. Wir übernehmen Verantwortung und sind bereit Kompromisse zu schmieden, ohne unsere Ideale zu verlieren», sagt Korintha Bärtsch. «Für den ökologischen und solidarischen Neustart in den nächsten Jahren braucht es nicht nur die GRÜNEN und Jungen Grünen, sondern wir müssen dafür Mehrheiten schaffen».

Bessere Entscheide dank geteilter Führung Nach innen setzen die beiden auf die Weiterentwicklung der Arbeitsprozesse der Fraktion. Weitere zentrale Aufgaben liegen bei der strategischen Arbeit und den inhaltlichen Schwerpunkten. Die neue Co-Fraktionsleitung will digitale Werkzeuge noch stärker nutzen, sowohl für die interne Koordination und Diskussion wie auch für die externe Kommunikation der Ziele und der politischen Arbeit der Fraktion.

Eine Co-Leitung ist nicht Usus in der kantonalen Politik, wird aber bei den GRÜNÜEN und Jungen Grünen seit Jahren erfolgreich gelebt. «Geteilt zu führen ist das Arbeitsmodell der Zukunft das ist auch in der Politik möglich», sagt Rahel Estermann. Ein Novum in der Geschichte des Kantonsrates. «Wir übernehmen gemeinsam Verantwortung für die Fraktionsarbeit nach innen und aussen. Wir sind überzeugt, dass durch die gemeinsame Leitung bessere Entscheide entstehen», sagt Korintha Bärtsch. Die erfahrene Parlamentarierin wird stellvertretend für das Co-Fraktionspräsidium der GRÜNEN/Jungen Grünen in der Geschäftsleitung Einsitz nehmen. Die Kommunikation nach aussen teilen sich Estermann und Bärtsch. Ihre unterschiedlichen beruflichen Hintergründe und verschiedenen politischen Schwerpunkte ergänzen sich optimal. «Wir teilen die Leitung der Fraktion und haben damit gleichzeitig ausreichend Ressourcen für Beruf und Privates», sagt Korintha Bärtsch.

Monique Frey formte die GRÜNE/Junge Grüne Fraktion
Die GRÜNE/Junge Grüne Fraktion dankt Monique Frey herzlich für ihre engagierte Arbeit in den vergangenen sechs Jahren. Nicht nur im Ratssaal, sondern auch ausserhalb des Rampenlichts übernahm sie strategische Verantwortung, im Vorstand der Partei und verschiedenen Initiativkomitees. Die Agronomin aus Emmen leitete die Fraktion in den vergangenen sechs Jahren stets leidenschaftlich und mit grossem Einsatz, auch in schwierigen Momenten. Kurz nach ihrer Wahl als Vorsitzende musste sie nach den kantonalen Wahlen 2015 eine geschrumpfte Fraktion leiten.

Zusammen mit ihren Kolleg*innen fokussierten sie sich auf strategische Themen der Klima- und Verkehrspolitik und erzielten weitere wichtige Erfolge in der Sozialpolitik. Das zahlte sich im März 2019 aus: die GRÜNEN/Jungen Grünen Luzern konnten ihre Sitze im Kantonsparlament mehr als verdoppeln. «Dank unseren Vorgänger*innen können wir mit viel Elan diese grosse und breit aufgestellte Fraktion zukünftig leiten», sagt Korintha Bärtsch.

Korintha Bärtsch
Die 36-jährige Korintha Bärtsch ist seit 2019 Kantonsrätin. Als Regierungsratskandidatin erzielte die Stadtluzernerin 2019 zweimal ein Glanzresultat und verpasste knapp den ersten GRÜNEN Sitz in der Kantonsexekutive. Sie ist Mitglied der Kommission Raumplanung, Umwelt und Energie (RUEK).

Vor ihrer Wahl in den Kantonsrat amtete sie während 15 Jahren als Grossstadträtin. Ab 2012 leitete Korintha Bärtsch als Fraktionschefin die städtische Fraktion der GRÜNEN und Jungen Grünen. Im Jahr 2011/2012 war sie Präsidentin des Grossen Stadtrates und damit höchste Stadtluzernerin. Die Umweltnaturwissenschafterin ETH arbeitet als Projektleiterin in einem Beratungs- und Planungsbüro und in einem kleinen Pensum als Projektleiterin Défi Velo Luzern.

Rahel Estermann
Seit September 2018 ist die 33-jährige Rahel Estermann Kantonsrätin der GRÜNEN, 2019 wurde sie im Amt bestätigt. Sie vertritt die GRÜNEN/Jungen Grünen in der Kommission Erziehung, Bildung und Kultur und präsidiert diese auch. Rahel Estermann ist in Hildisrieden geboren und aufgewachsen und lebt heute in der Stadt Luzern. Das GRÜNE Vorstandsmitglied ist seit vielen Jahren für die GRÜNE Bewegung engagiert und arbeitete während ihres Studiums unter anderem als Sekretärin der GRÜNEN Luzern.

Die Digitalisierungsforscherin befasst sich an der Universität Luzern mit Datenjournalismus und Datenvisualisierungen. Sie verfasst ihre Dissertation zum Thema Big Data im Rahmen des Nationalen Forschungsprogrammes 75. Mehr: https://rahelestermann.ch