Grüne Vorstösse im Stadtparlament Luzern - Aktuell

Postulat: «Swiss LGBTI-Label» für die Stadt Luzern

30. September 2020

Marco Müller und Martin Abele namens der G/JG-Fraktion, Stefan Sägesser namens der GLP-Fraktion sowie Maria Pilotto namens der SP-Fraktion bitten den Stadtrad mit einem Postulat, das Swiss LGBTI-Label zu erlangen und sich somit gegenüber den 1'700 Mitarbeiter*innen sowie 900 Lehrer*innen als offene, tolerante Arbeitgeberin zu positionieren und eine Vorbildfunktion für andere Firmen zu übernehmen.

Bisher zweimal wurde das Swiss LGBTI-Label an total 18 Arbeitgeber*innen vergeben. Zu den ausgezeichneten Unternehmen gehören grosse Firmen wie die SBB, die Zürcher Kantonalbank, Schindler Aufzüge und die Fluggesellschaft Swiss, aber auch kleine KMUs und die Stadt Zürich.

Sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität ist nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch am Arbeitsplatz relevant. Die Vielfalt unter den Mitarbeiter*innen ist ein entscheidender Erfolgsfaktor, und nur in einem offenen und wertschätzenden Arbeitsumfeld konnen Menschen ihr volles Potential ausschöpfen.

Diversen Studien zufolge ist ein professionell geführtes Diversity- und Inklusion-Management mitentscheidend für den Erfolg eines Unternehmens. Je offener eine Unternehmenskultur LGBTIQMenschen aufnimmt und unterstützt, desto mehr fühlen sich diese dem Unternehmen verbunden, was sich wiederum positiv auf die Arbeitsleistung auswirkt. Eine offene Unternehmenskultur zieht Talente an.

Eine Zertifizierung mit dem Swiss LGBTI-Label erfolgt durch eine Selbstdeklaration der Firmen und nach einem Nachweis der deklarierten Massnahmen durch eingereichte Dokumente. Besonders betroffen sind trans Menschen, die ihre Stelle nicht selten aufgrund einer bevorstehenden Geschlechtsangleichung verlieren oder aus Angst vor Ablehnung kündigen. Das Swiss LGBTILabel soll es Unternehmen und Organisationen ermöglichen, sich als attraktive Arbeitgeber zu präsentieren. LGBTIQ-Personen erhalten das Versprechen, dass sie eine offene, inklusive und wertschätzende Organisationskultur antreffen.

Wir bitten den Stadtrat, das Swiss LGBTI-Label zu erlangen und sich somit gegenüber den 1700 Mitarbeiter*innen sowie 900 Lehrer*innen als offene, tolerante Arbeitgeberin zu positionieren
und eine Vorbildfunktion für andere Firmen zu übernehmen.