Grüne Vorstösse im Stadtparlament Luzern - Aktuell

Motion: Zeitgerechte Kinderbetreuung sicherstellen

22. September 2020

Nico van der Heiden und Regula Müller namens der SP-Fraktion, Christian Hochstrasser namens der G/JG-Fraktion sowie Judith Wyrsch und Jules Gut namens der GLP-Fraktion fordern den Stadtrat mit einer Motion auf, einen Planungsbericht vorlegen, wie die künftige Nachfrage nach Betreuungsplätzen abgedeckt werden kann.

Die schulergänzende Kinderbetreuung in der Stadt Luzern gibt immer wieder zu reden: Bereits der damalige Entscheid, die Betreuungsplätze nach dem Modell «Midi» und nicht «Maxi» auszubauen, war umstritten. Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen steigt stetig, ist jedoch auch im Vergleich mit anderen Städten eher tief. Nach wie vor können nicht alle angefragten Betreuungsplätze zur Verfügung gestellt werden, was Eltern kurzfristig vor grosse organisatorische Herausforderungen stellt und die Nachfrage nach Betreuungsplätzen mit Sicherheit negativ beeinflusst. So werden leider auch negative Anreize für die Erwerbstätigkeit der Eltern gesetzt.

Mit der Überweisung der Motionen 160 und 161 (2016/2020) hat der Grosse Stadtrat bereits einen zukunftsweisenden Richtungsentscheid gefällt. Auch bei den laufenden Schulhausbauten hat der Grosse Stadtrat korrigierend zum Stadtrat die Betreuungsquote jeweils auf den Anteil von 60 Prozent erhöht, um der künftig steigenden Nachfrage gerecht zu werden.

Um künftig Diskussionen bei jedem Schulhausneubau oder jeder Schulhausrevision zu vermeiden, soll der Stadtrat dem Grossen Stadtrat einen Planungsbericht vorlegen, wie die künftige Nachfrage nach Betreuungsplätzen abgedeckt werden kann. Ziel muss sein, dass möglichst rasch alle Eltern den verlangten Betreuungsbedarf erhalten. Ein Update mit aktuellen Zahlen zur Entwicklung nach «Maxi»- und «Midi»-Varianten des Ausbaus der schulergänzenden Kinderbetreuung wäre als Diskussionsgrundlage wünschenswert.