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Schädlich für Mensch und Umwelt: GRÜNE sprechen sich gegen den Bypass aus

28. August 2020

Die GRÜNEN der Stadt Luzern haben an ihrer Mitgliederversammlung vom 27. August über den Bypass diskutiert. Während die Stadträte Adrian Borgula (Luzern) und Cyrill Wiget (Kriens) erläuterten, wie sie mit Einsprachen versuchen, die negativen Auswirkungen des Strassenausbau-Projekts zu minimieren, sprachen sich die anwesenden Mitglieder grundsätzlich gegen den Bypass aus. Weiter beschlossen die GRÜNEN die Ja-Parole zu den beiden städtischen Vorlagen, die am 27. September zur Abstimmung kommen.

Am Donnerstagabend trafen sich die GRÜNEN Stadt Luzern in den Räumlichkeiten der ewl. Nach einem Begrüssungswort und Input von ewl-Geschäftsleitungsmitglied Pirmin Lustenberger wandten sie sich der Parolenfassung für die städtischen Vorlagen vom 27. September 2020 zu. Die GRÜNEN beschlossen einstimmig die Ja-Parole sowohl zur Initiative «Spange Nord stoppen», wie auch zum Ausführungskredit für die Schulanlage St. Karli.

Bypass hat negative Folgen für Stadt und Agglo Luzern An der anschliessenden Diskussion zum Thema Bypass führten Adrian Borgula (Stadtrat Luzern) und Cyrill Wiget (Stadtpräsident Kriens) aus, welche Einsprachen die beiden Städte gegen das grosse Verkehrsprojekt eingegeben haben. Die Stadt Luzern fordert unter anderem eine Minimierung der baulichen Eingriffe im Bereich Ibach, beim Dammgärtli und im Gütschwald sowie das Vorsehen von flankierenden Massnahmen. In Kriens will man analog der Beispiele in Zürich Schwamendingen, in Airolo oder Weiningen eine Überdeckelung der Autobahn erreichen.

Die Mitglieder der GRÜNEN begrüssen diese Einsprachen und freuen sich, dass insgesamt 90 Einsprachen gegen das Projekt eingegangen sind. Viele Mitglieder betonten, dass sie grundsätzlich gegen den Bypass sind, weil dieser darauf angelegt ist, Zusatzkapazitäten für den motorisierten Individualverkehr bereitzustellen. Das Projekt steht im Widerspruch zur Mobilitätsstrategie der Stadt und zum Klimanotstand, den die Stadt Luzern im vergangenen Jahr ausgerufen hat. Der erwartete Mehrverkehr bringt eine grosse Belastung für die Bevölkerung in der Stadt und den angrenzenden Agglomerationsgemeinden. Parteipräsident Martin Abele: «Nur schon die Umbauphase wäre für die Stadt Luzern eine Katastrophe, geschweige denn wenn der Bypass einmal gebaut ist.» Die GRÜNEN werden die weiteren Schritte kritisch begleiten.


Kontakt für Medienschaffende
Martin Abele
Präsident GRÜNE Stadt Luzern