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Postulat über die Erarbeitung eines Digitalisierungskonzepts im Bildungsbereich

18. Mai 2020

Jonas Heeb und Mitunterzeichnende beauftragen den Regierungsrat mit einem Postulat, unter anderem basierend auf den Erfahrungen des Fernunterrichts aufgrund des Coronavirus und den bereits erfolgten Fortschritten, ein ganzheitliches und umfassendes Konzept für den digitalen Unterricht auf allen Schulstufen zu erarbeiten.

Der Regierungsrat wird beauftragt, unter anderem basierend auf den Erfahrungen des Fernunterrichts aufgrund des Coronavirus und den bereits erfolgten Fortschritten, ein ganzheitliches und umfassendes Konzept für den digitalen Unterricht auf allen Schulstufen zu erarbeiten. Dabei sollen Aspekte wie Infrastruktur, Lernmethoden, Weiterbildung des Lehrpersonals, Ressourcen usw. berücksichtigt werden. Ziel soll sein, unter Einbezug der Betroffenen (Schüler*innen, Lehrer*innen, Eltern, Schulleiter*innen) eine langfristige und einheitliche Strategie zu entwickeln, die möglichst bald konkrete Anwendung im Schulalltag findet.

Begründung:
Die Corona-Krise hat vielen Personen einiges abverlangt, unter anderem auch dem gesamten Schulpersonal. Übers Wochenende musste der Unterricht auf digital umgestellt werden. Damit dieser Wechsel funktionierte, mussten alle Beteiligten einiges leisten, dafür gebührt allen grossen Dank. Die Corona-Krise hat gezeigt, dass es plötzlich schnell gehen muss. So chaotisch diese Zeit auch gewesen sein mag und immer noch ist, sie ist darüber hinaus auch äusserst lehrreich. Die Erfahrungen und Beobachtungen, die im digitalen Unterricht gemacht wurden, sollen deshalb für die Entwicklung eines ganzheitlichen und umfassenden «Digitalkonzeptes Unterricht» genutzt werden. Auf den im Fernunterricht gemachten Erfahrungen aufbauend, sollen kurz- wie auch langfristige Massnahmen evaluiert werden. Die Ergebnisse sollen zur Formulierung einer ganzheitlichen Strategie genutzt werden. Schliesslich sollen in einem Konzept für die Umsetzung im Unterricht konkrete Schritte festgehalten werden.

Viele Gemeinden und Schulen waren auf sich allein gestellt und stark herausgefordert mit der Umstellung auf den digitalen Unterricht. Einige hatten eine deutlich bessere Infrastruktur als andere, an einigen Orten wiederum lief die Organisation besser als an anderen. Der Kanton kann und soll das Wissen und den Erfahrungsaustausch koordinieren, Leitplanken setzten (beispielsweise bezüglich notwendiger Infrastruktur seitens Schüler*innen und Schulen) und unterstützende Ressourcen (beispielsweise Weiterbildungen bei der Pädagogischen Hochschule Luzern) anfordern. Synergien sollen genutzt und es soll von gemeinsamen Erfahrungen und Ressourcen profitiert werden. Dabei sollen Erfahrungen anderer Kantone unbedingt miteinbezogen werden. Zudem ist der Austausch mit den Betroffenen wichtig. Sowohl Schüler*innen als auch Eltern sind in den Prozess miteinzubeziehen, um einen guten Verlauf ohne Überforderungslast sicherzustellen. Auf der anderen Seite bedarf es natürlich auch eines engen Austausches mit dem Lehrer*innen- und Schulleiter*innenverband und weiteren Gremien, die schlussendlich direkt an der Umsetzung beteiligt sind.