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Dringliches Postulat: Die Lunge der Stadt retten: Keine Lüftungszentrale im Gütschwald

27. April 2020

Irina Studhalter und Mirjam Landwehr namens der G/JG-Fraktion bitten den Stadtrat mit einem Dringlichen Postulat, sich mit allen Mitteln gegen die geplante Lüftungszentrale im Gütschwald einzusetzen.

Die Planung vom Bypass Luzern schreitet voran und seine Auswirkungen auf die Stadt Luzern werden deutlicher sichtbar. Seit einiger Zeit finden sich im Gütschwald Aussteckungen für eine Notfalllüftungszentrale. Laut Berichten von zentralplus1 wird mit einer Fläche von ca. 50 auf 25 Metern gerechnet, dies entspricht rund 1250 Quadratmetern oder 80 Bäumen. Zusätzlich ist wohl mit einem Baustelleninstallationsplatz zu rechnen, dem weitere Bäume zum Opfer fallen werden.

Der Gütschwald ist ein wichtiges Naherholungsgebiet der Stadt Luzern. Besonders für die emissionsbelasteten Quartiere Untergrund und Bernstrasse ist er von zentraler Bedeutung für die Lebensqualität und Gesundheit der Bewohner*innen. Auch in der aktuellen Krisenzeit zeigt sich sehr deutlich, dass der Gütschwald von vielen Luzerner*innen geschätzt und rege genutzt wird.

Als grosses, zusammenhängendes Waldgebiet leistet der Gütschwald einen wesentlichen Beitrag zur Artenvielfalt, zur Luftqualität und gegen eine Überhitzung der Stadt in heissen Sommermonaten. Er ist das Zuhause von vielen Lebewesen und Tierarten ein wichtiges Ökosystem. Ein derart grosser Eingriff in den Gütschwald ist, erst recht im Angesicht von Klimakrise und Klimanotstand, nicht vertretbar.

Die Unterzeichnenden bitten den Stadtrat, sich mit allen Mitteln gegen die geplante Lüftungszentrale im Gütschwald einzusetzen.

1 «Luzerner Bypass: Die Wundertüte vom Gütschwald» von Ismail Osman, veröffentlicht am 21.4.2020: https://www.zentralplus.ch/luzerner-bypass-die-wunderuete-vom-guetschwald-1777163/