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Pilzschontage im Kanton Luzern abschaffen!

6. September 2019

Der Kanton Luzern ist einer von fünf Kantonen, der noch Pilzschontage kennt. Diese haben keine positiven Wirkungen auf den Bestand und die Vielfalt von Pilzen. Wir fordern deshalb eine Aufhebung der Schontage im Kanton Luzern.

Der Kanton Luzern ist einer von fünf Kantonen, der noch Pilzschontage kennt. Diese haben keine positiven Wirkungen auf den Bestand und die Vielfalt von Pilzen. Wir fordern deshalb eine Aufhebung der Schontage im Kanton Luzern.

Steinpilze, Maronenröhrlinge und Parasolpilze: Sie schiessen derzeit in den Luzerner aus dem Boden. Wer seit vergangenem Sonntag im Kanton Luzern Pilze sammelt, verstösst jedoch gegen das Gesetz. Im Kanton Luzern ist das Pilze sammeln nämlich immer noch vom 1. bis 7. jeden Monats verboten. Der Kanton Luzern ist Schweiz weit einer von fünf Kantonen, der noch Pilzschontage kennt, die Mehrheit seiner Nachbarkantone kennt keine Schontage oder hat diese bereits abgeschafft.

Keine positiven Wirkungen auf Pilze Lange Zeit ging man davon aus, dass Pilzschontage dem Bestand und der Vielfalt der Pilze zuträglich sind. In einer Langzeitstudie hat die Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft herausgefunden, dass gesetzliche Einschränkungen wie beispielsweise das Festlegen von Schontagen keine positiven Wirkungen auf die Pilze haben. Das Ernten von Pilzen beeinträchtigt weder die Anzahl der Pilze noch die Artenvielfalt am Sammelort.

Biotopschutz ist wirksamer Wirksamer für Pilze ist der Biotopschutz. So finden sich gefährdete Pilze meist in gefährdeten Ökosystemen wie Hochmooren, Magerwiesen oder Auenwälder. Werden diese besser geschützt, ist neben Pflanzen und Wildtieren auch den Pilzen geholfen. Die Einrichtung von Pilzschutzgebieten stellt der wirkungsvollste Schutz dar, weil dort Spaziergänger/-innen und Pilzsammler/-innen immer auf den Wegen bleiben müssen nicht nur vom 1. bis 7. jeden Monats.

Vor diesem Hintergrund fordern wir mittels Postulat, die Schontage beim Pilzsammeln im Kanton Luzern aufzuheben und die Pilzschutzverordnung entsprechend anzupassen. Die Mengenbeschränkung, die im Kanton bei 2 kg pro Person und Tag liegt, soll beibehalten werden.

Noëlle Bucher, Kantonsrätin