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Postulat über die Vermittlung von klimarelevanten Themen in der Aus- und Weiterbildung der Landwirtinnen und Landwirte

17. Juni 2019

Valentin Arnold und Mitunterzeichnende fordern den Regierungsrat mit einem Postulat auf, für die Aus- und Weiterbildung von Landwirtinnen und Landwirten ein Konzept zur Vermittlung klimarelevanter Themen in der Landwirtschaft zu erstellen und umzusetzen.

Der Regierungsrat soll für die Aus- und Weiterbildung von Landwirtinnen und Landwirten ein Konzept zur Vermittlung klimarelevanter Themen in der Landwirtschaft erstellen und umsetzen. Dabei gilt es ein besonderes Augenmerk auf die praktische Umsetzung von CO2-Reduktionsmassnahmen, das Einsparen von Wasser, die Energiegewinnung auf dem Bauernhof, die Reduktion von Klimagasen, die nachhaltige Produktion sowie den schonenden Umgang mit dem Boden zu legen. Dass den Berufsleuten aufgezeigt wird, wie viel Aufwand und Geld mit entsprechenden Anpassungen in der Betriebsweise eingespart und welche Wertschöpfungssteigerungen erzielt werden können, soll eine wichtige Bedeutung haben.

Begründung:
Klimabedingte Veränderungen sowie Auswirkungen von teils jahrzehntelangen Praktiken fordern innovative Anpassungen in der Landwirtschaft. Ernteausfälle, Notschlachtungen von Vieh oder aufwändige Wassertransporte rufen nach raschen und praxisnahen Massnahmen. Rund 13 Prozent der Treibhausgasemissionen werden in der Schweiz von der Landwirtschaft verursacht. In der Klimastrategie für die Landwirtschaft unterstrich der Bundesrat 2011 das Ziel, dass die Landwirtschaft eine tragende Rolle in der Begrenzung der Auswirkungen der Klimaerwärmung einnimmt. Um die vielschichtigen Zusammenhänge zu verstehen und entsprechende Antworten für den eigenen Betrieb zu finden, ist eine ganzheitliche Aus- und Weiterbildung wichtig. Da Traditionen und Gewohnheiten in der Landwirtschaft eine hohe Bedeutung zukommen, ist eine rasche und umfassende Einflechtung der Themen rund um Klimaschutz in der Landwirtschaft in der Aus- und Weiterbildung der Landwirtinnen und Landwirte angezeigt. Die Möglichkeiten klimaneutraler, klimafreundlicher Betriebsweisen auf Landwirtschaftsbetrieben sind ausgesprochen vielfältig:
  • Standortangepasste Landwirtschaft (Tierbestand, Bewirtschaftung usw.),
  • Energieproduktion und -speicherung auf dem Landwirtschaftsbetrieb (Photovoltaik, Biogasanlage usw.),
  • Reduktion CO2-Bedarf (Wahl Düngemittel, Maschineneinsatz, Bezug Drittmittel usw.),
  • Ressourcen effizient und bewusst einsetzen,
  • Kreisläufe schliessen,
  • Vermarktung Produkte (Verkürzung Transportwege, Kundenbindung),
  • klimaschonende Bodenbearbeitung (Humusaufbau, Erosion reduzieren),
  • angepasste Rassen und Kulturen.
Die Themen müssen in allen Bereichen der Aus- und Weiterbildung Niederschlag finden. Vermittelte Inhalte sollen konsequent auf Klimaschutz ausgerichtet werden.