Grüne Vorstösse im Kantonsparlament Luzern - Aktuell

Postulat über netto null CO2-Emissionen

1. Januar 1970

Jonas Heeb und Mitunterzeichnende fordern den Regierungsrat mit einem Postulat auf, die Massnahmen und Ziele im Bericht zur Klima- und Energiepolitik im Kanton Luzern so darzulegen, dass eine Reduktion des CO2-Ausstosses bis 2030 auf netto null CO2-Emissionen pro Einwohnerin und Einwohner im Kanton Luzern resultiert.

In einer Mitteilung verkündete das Bau- Umwelt und Wirtschaftsdepartement des Kantons Luzern (BUWD), der Regierungsrat plane bis 2021 einen umfassenden Bericht zur Klima- und Energiepolitik im Kanton Luzern vorzulegen. Er soll eine Gesamtübersicht zu bereits geplanten und noch weiteren Massnahmen aufzeigen, darauf basierend soll dann eine Massnahmen- und Umsetzungsplanung betreffend Klimaschutz und Klimaadaption folgen.

Der Regierungsrat wird aufgefordert, die Massnahmen und Ziele in diesem Bericht so darzulegen, dass eine Reduktion des CO2-Ausstosses bis 2030 auf netto null CO2-Emissionen pro Einwohnerin und Einwohner im Kanton Luzern resultiert.

Begründung:
Es ist eine Tatsache, dass der Klimawandel eine grosse Gefahr darstellt. In den letzten Jahrzehnten hat die Politik es versäumt, die Signale wahrzunehmen und der Bedrohung entsprechend zu handeln. Deshalb sind wir mittlerweile bereits mit den Folgen des Klimawandels konfrontiert und müssen mit dem inkonsequenten Handeln der letzten Generationen klarkommen. Machen wir denselben Fehler nicht nochmals. Die Wissenschaft spricht klare Worte, es geht um unsere Zukunft. Wir können nichts rückgängig machen, doch können wir jetzt entsprechend handeln.

Laut dem IPCC-Bericht ist es unumgänglich, das Ziel netto null CO2-Emissionen zu erreichen, wenn wir das im Pariser Klimaabkommen beschlossene Ziel, die Erderwärmung unter 1,5 Grad Celsius zu halten, erreichen wollen. Diese Zahl ist auch die Schwelle, ab welcher die Klimaerwärmung mit ihren drastischen Folgen nicht mehr eingedämmt werden kann.

Auch der Kanton Luzern soll sich dieser Verantwortung nicht entziehen und seine Verantwortung entsprechend wahrnehmen. Wir müssen jetzt Massnahmen ergreifen, ansonsten hinterlassen wir unseren Nachkommen ein weit grösseres Chaos, als wir es bereits selbst übernehmen müssten.