Grüne Vorstösse im Stadtparlament Luzern - Archiv 2018

Sommerferien 2019
Das Sekretariat der Grünen Luzern ist während der Schulferien bis am 18.8.2019 nur sporadisch besetzt. Wir beantworten Ihre Anfragen sobald als möglich. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Städtische Vorstösse abonnieren
  RSS-Feed abonnieren
Folgen Sie uns!
Neue Blog-Beiträge:
CO2-Verbrauch der Autos steigt weiter an
Korintha Bärtsch und Noëlle Bucher treten aus dem Grossen Stadtrat zurück
Klimasession: Viel Symbolik, wenig konkrete Massnahmen
Vollangriff auf Mieterinnen und Mieter
Bauernlobby verweigert Dialog zu Pestizideinsatz

» zum Blog

Mädchenförderung im Sport - auch in der Stadt Luzern!

Archiv: 25. September 2018

Die positiven Auswirkungen von Sport auf die psychische und körperliche Gesundheit sind unbestritten. Neben der Gesundheitsförderung und Prävention leistet Sport -insbesondere der Vereinssport - einen wichtigen Beitrag zur sozialen Integration und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Der jüngste Schweizer Kinder- und Jugendsportbericht aus dem Jahr 2014 zeigt, dass Mädchen und junge Frauen im Vergleich zu Buben und jungen Männern weniger am organisierten Sport partizipieren. Die Studie Sportvereine in der Schweiz Entwicklungen, Herausforderungen und Perspektiven aus dem Jahr 2017 bestätigt: Mädchen und junge Frauen sind in den Sportvereinen immer noch in der Minderheit, nur gerade jedes dritte Vereinsmitglied ist weiblich.

Insbesondere Mädchen und junge Frauen mit Migrationshintergrund sind in den Sportvereinen untervertreten. Zudem stellt es eine grosse Herausforderung dar, junge Frauen in der Pubertät beim Sport zu halten. Gründe dafür sind unter anderen die fehlende Zeit, andere Hobbys und Interessen, keine Lust und keine Freude am Sport oder zu viel Arbeit sowie Stress.

In der Stadt Luzern liegen keine konkreten Zahlen über den Anteil der Mädchen und jungen Frauen in den Sportvereinen oder in den Sportwochenkursen vor. Es ist aber davon auszugehen, dass auch in der Stadt Luzern weniger Mädchen als Buben in Sportvereinen aktiv sind und auch die Kurse der Sportwochen von mehr Buben als Mädchen besucht werden. Aus Sicht der Postulantinnen und Postulanten ist angesichts der gesetzlich zugesicherten Gleichstellung von Mädchen und Buben bzw. von Frauen und Männern eine gleichberechtigte Teilhabe beider bzw. aller Geschlechter an sportlichen Angeboten anzustreben. Um Mädchen und junge Frauen für den organisierten und nicht-organisierten Sport zu motivieren, braucht es auf deren Bedürfnisse zugeschnittene Angebote.

Die Stadt Zürich setzt seit einigen Jahren konkrete Massnahmen zur Mädchensportförderung in der Stadt Zürich um. Dazu zählen unter anderem spezielle Mädchen- und girls only-Kurse im freiwilligen Schulsport, Fussballworkshops für Mädchen unter der Leitung von Spitzenfussballerinnen, ein auf Mädchen ausgerichtetes Programm im städtischen Sport- und Ferienlager oder ein Talentförderungsprogramm.

Wir bitten den Stadtrat, für die Stadt Luzern Massnahmen zur Erhöhung des Sportengagements von Mädchen und jungen Frauen zu prüfen und umzusetzen. Da wissenschaftliche Studien belegen, dass 60 Prozent der sportlich nicht aktiven Mädchen und jungen Frauen wieder mit dem Sport beginnen möchten, ist von einer grossen Wirkung von Massnahmen auszugehen.

Noëlle Bucher und Irina Studhalter, namens der G/JG-Fraktion
Luzia Vetterli, namens der SP/Juso-Fraktion
Stefan Sägesser und Judith Wyrsch, namens der GLP-Fraktion