Grüne Vorstösse im Stadtparlament Luzern - Archiv 2018

Postulat: Kulturgüterschutz: 100 fehlende Notfallpläne endlich umsetzen

Archiv: 15. März 2018

Marco Müller und Noëlle Bucher namens der G/JG-Fraktion fordern den Stadtrat mit einem Postulat auf, rasch zu prüfen, wie die nötigen Ressourcen für die Erstellung der 100 ausstehenden Notfallpläne der Feuerwehr für den Kulturgüterschutz bereitzustellen sind.

In der Stadt Luzern gibt es 150 Gebäude, die unter Kulturgüterschutz stehen. Seit einiger Zeit schon verfügt die Feuerwehr bei 50 dieser Kulturgüter über Notfallpläne, welche im Falle eines Einsatzes wertvolle Informationen geben, was am jeweiligen Gebäude besonders schützenswert ist. Die Einsatzleitung der Feuerwehr ist so gut informiert und kann beim Einsatz beispielsweise wertvollen
Stuckaturen, Bildern oder anderen Objekten die nötige Aufmerksamkeit schenken.

Bei 100 weiteren Kulturgütern sind solche Notfallpläne bis heute nicht vorhanden. Schon am 4. Oktober 2013 gab Theresia Gürtler (Denkmalpflege und Kulturgüterschutz Stadt Luzern) gegenüber der Luzerner Zeitung zu diesem Thema Auskunft: «Die Wichtigkeit dieser Pläne wird als sehr hoch eingestuft. Deshalb wollen sowohl die Stadt als auch die städtische Denkmalpflege die Einsatzplanung rasch fortschreiben.»

Geschehen ist bisher leider nichts. Sowohl im Sicherheitsbericht 2013 als auch in der Aktualisierung vom August 2016 wurde auf die 100 fehlenden Notfallpläne hingewiesen. Die Kulturgüterschutzkommission hat zudem die städtische Denkmalpflege damit beauftragt, die Ressourcenplanung zur Erstellung der noch ausstehenden 100 Kulturgütereinsatzpläne mittels Stadtratsbeschluss anzugehen.

Gemäss aktuellen Informationen der Baudirektion sind nicht ausreichend Ressourcen vorhanden, um die Arbeiten im Bereich des Kulturgüterschutzes in Angriff zu nehmen. Lediglich die Sicherstellung des Tagesgeschäftes (Baugesuche in Schutzzone, Inventarobjekte) ist derzeit möglich.

Wir fordern den Stadtrat auf, rasch zu prüfen, wie die nötigen Ressourcen für die Erstellung der 100 ausstehenden Notfallpläne der Feuerwehr für den Kulturgüterschutz bereitzustellen sind. Dies kann entweder durch eine temporäre Aufstockung der Stellenprozente in der Baudirektion erfolgen oder mittels Vergabe eines Auftrages an eine externe Fachperson.