Grüne Vorstösse im Kantonsparlament Luzern - Archiv 2017

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Postulat über offene Stellen bei Verwaltung und kantonalen Betrieben: Bei gleicher Qualifikation Bevorzugung von Bewerbenden mit geringeren Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Archiv: 11. September 2017

Urban Frye und Mitunterzeichnende fordern mit einem Postulat, dass bei Stellenausschreibungen durch die kantonale Verwaltung und kantonalen Betriebe zukünftig Personen mit erhöhten Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt bei gleicher Qualifikation bevorzugt werden.

Mit ihren 13500 Mitarbeitenden (inkl. Spitälern und Universität) gehört die kantonale Verwaltung zu grössten Arbeitgebern der Region. Ihr Umgang mit Arbeitnehmenden und Stellensuchenden beeinflusst den gesamten Arbeitsmarkt.

Personen über 50, getrennt erziehende Eltern und Menschen mit Behinderungen sind mit erhöhten Schwierigkeiten auf dem Stellenmarkt konfrontiert. Meist sind es Vorurteile wie eine angeblich verminderte Leitungsfähigkeit, geringere Flexibilität oder grössere Schwierigkeiten, sich Führungskräften unterzuordnen, die Vorgesetzte und Personalverantwortliche davon abhalten, diesen Personen eine Chance zu geben.

Zahlreiche Studien widerlegen jedoch diese diskreditierenden Stigmatisierungen. Gerade Personen mit geringeren Chancen auf dem Arbeitsmarkt beweisen in der Regel eine grössere Loyalität, eine erhöhte Leistungsbereitschaft sowie bessere Sozialkompetenzen.

Oft jedoch sind sie länger arbeitslos oder finden gar keine Stelle mehr. Neben dem persönlichen Schmerz, keinen Beitrag für die Gesellschaft leisten zu dürfen, belasten sie ungewollt, unnötig und ungerechterweise die Allgemeinheit, da sie unverschuldet auf Sozialhilfe angewiesen sind.

Um diesen Personen bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu geben und damit auch die Öffentlichkeit von Ausgaben zu entlasten, fordert das Postulat, dass bei Stellenausschreibungen durch die kantonale Verwaltung und kantonalen Betriebe zukünftig Personen mit erhöhten Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt bei gleicher Qualifikation bevorzugt werden.

Dies soll bei Ausschreibungen auch klar kommuniziert werden. Auf Wunsch hat die zuständige Personalstelle abgewiesenen Stellensuchenden dieser Gruppierungen über die Gründe der Nichtberücksichtigung Auskunft zu geben.