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Abstimmung vom 27. November 2016 Überparteiliches Luzerner Komitee zum geordneten Atomausstieg gegründet

Archiv: 9. Juli 2016

Bild zu Abstimmung vom 27. November 2016 Überparteiliches Luzerner Komitee zum geordneten Atomausstieg gegründet
Bild zu Abstimmung vom 27. November 2016 Überparteiliches Luzerner Komitee zum geordneten Atomausstieg gegründet Zahlreiche Parteien und Organisationen im Kanton Luzern haben sich zu einem Unterstützungskomitee für die Volksinitiative "Für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie" (Atomausstiegsinitiative) zusammengeschlossen. Mit einem Betriebsverbot für neue und mit verbindlichen Abschaltterminen für die bestehenden AKW wird eine Energiewende angestrebt die auf Einsparungen, Energieeffizienz und dem Ausbau der Erneuerbaren Energien basiert.

Die Initiative setzt fest, dass in der Schweiz keine neuen AKW gebaut und betrieben werden dürfen und die bestehenden AKW nach maximal 45 Jahren Laufzeit ausser Betrieb zu nehmen sind. Wenn es die Sicherheit verlangt, müssen AKW früher abgeschaltet werden. Für den Ersatz der AKW fordert die Initiative eine Energiewende, die auf Einsparungen, Energieeffizienz und dem Ausbau der Erneuerbaren basiert.
Wir verfügen bereits heute über genügend Technologien, um den teuren Atomstrom durch kostengünstigen und sicheren Strom aus erneuerbaren Quellen zu ersetzen. Für das Komitee sind besonders die folgenden Argumente und Aspekte wichtig:

  • Die Initiative fordert einen klaren Zeitplan für den Atomausstieg mit maximalen Laufzeiten für die Schweizer AKW. Die Energiestrategie 2050 des Bundestrates strebt ebenfalls den Atomausstieg an, legt diesen aber nicht verbindlich fest.

  • Der Betrieb von Atomkraftwerken ist riskant und eine Gefahr für unsere Heimat. Die Endlagerung der radioaktiven Abfälle ist nach wie vor ungelöst, denn weltweit existiert kein sicheres Endlager.

  • In Beznau steht das älteste Atomkraftwerk der Welt, das wegen grosser Sicherheitsmängel zurzeit nicht am Netz ist. Mit seinen 45 Jahres hat es sein Ablaufdatum längst erreicht. Unfälle wie in Fukushima können auch bei uns passieren.

  • Der geordnete Atomausstieg sorgt für Sicherheit und macht die Energiewende konkret und planbar für die Wirtschaft, Bund, Kantone und Gemeinden. Eine Zukunft mit Wasserkraft und neuen Energien sichert Einkommen und Arbeit in der Schweiz.

    Das Luzerner Komitee setzt sich ein für ein überzeugtes JA zum geordneten Atomausstieg und ist ab sofort mit der Webseite www.atomausstieg-luzern.ch präsent. Das überparteiliche Komitee besteht aus folgenden 12 Parteien und Organisationen:

  • Grüne Kanton Luzern
  • Junge Grüne Luzern
  • SP Kanton Luzern
  • JUSO Luzern
  • GLP Luzern
  • Luzerner Gewerkschaftsbund
  • Pro Natura Luzern
  • WWF Luzern
  • VCS Sektion Luzern
  • Hausverein Zentralschweiz
  • AeFU Sektion Luzern
  • PSR/IPPNW
  • Luzerner Gewerkschaftsbund
  • Greenpeace
  • Integrale Politik Zentralschweiz