Artikel und Pressemitteilungen - Archiv 2016

Komitee gegen Mattenhof Verkauf gegründet

Archiv: 22. Januar 2016

Am Montag 18. Januar 2016 hat sich das überparteiliche Komitee gegen den Verkauf des Grundstücks Mattenhof an die Eberli Sarnen AG gegründet. Neben vielen Privatpersonen sind die Grünen der Stadt Luzern und die SP der Stadt Luzern am Komitee beteiligt.

Komitee lehnt Verkauf an chinesischen Investor ab Die Eberli Sarnen AG wird seit 2012 massgeblich vom chinesischen Geschäftsmann Yunfeng Gao kontrolliert. Dieser hat erst kürzlich das Hotel Palace in Luzern übernommen. Die Stadt verkauft damit auch das Mattenhofareal an einen chinesischen Investor und verliert den Einfluss auf die Entwicklung im neuen Zentrum Mattenhof. Für Grossstadtrat Nico van der Heiden ist klar: "Stück für Stück verkauft die Stadt ihre Grundstücke statt ihren Einfluss auf die Stadtentwicklung aktiv wahrzunehmen".

Saalsporthalle bleibt trotz Verkauf unsicher Ob allerdings wirklich eine Saalsporthalle im Mattenhof zu Stande kommt, ist alles andere als sicher. Gemäss dem Kaufrechtvertrag zwischen der Stadt und der Eberli Sarnen AG kann Eberli nach dem Kauf mit dem Grundstück frei machen, was sie wollen. Um das Grundstück definitiv zu übernehmen, muss sich Eberli lediglich dazu verpflichten einen Architekturwettbewerb für eine Saalsporthalle durchzuführen und der Stadt eine Baubewilligung für eine solche Halle vorzulegen. Was Eberli nachher macht, ist nicht mehr in der Hand der Stadt und der Bevölkerung.

Verkehrsprobleme und teurer Wohnraum Das Areal ist optimal mit der S-Bahn-Luzern erschlossen. Events und Sportanlässe führen aber leider fast zwangsläufig zu einem hohen Verkehrsaufkommen auf den bereits heute stark belasteten Strassen rund um den Mattenhof. Bereits zeichnen sich Probleme mit den Parkplätzen und den Zufahrten ab, wenn gleichzeitig auf der Allmend Anlässe stattfinden. Die Quersubventionierung der Halle durch die Wohnnutzung führt zudem zu hohen bis sehr hohen Wohnpreisen. Es wurden bisher weder für die Verkehrsproblematik noch für die Ausgestaltung des Wohnraums (Mietpreise und ökologische Aspekte) verbindliche Garantien abgegeben.

Am Schluss profitiert nur die Eberli AG Eberli versucht durch den Bau von Wohnungen im gehobenen Bereich mit diesem Grundstück auf jeden Fall eine hohe Rendite zu erzielen. Der grüne Grossstadtrat Christian Hochstrasser fasst die Problematik zusammen: "Eberli macht den Gewinn, die Stadt verliert Boden und Einfluss."

Das Komitee versucht engagiert aber mit leider sehr bescheidenen Mitteln der Stadtbevölkerung in den nächsten Wochen zu vermitteln, welche negativen Folgen der Verkauf des Grundstücks für die Stadt Luzern hätte.