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Nein zur 2. Gotthardröhre, Nein zur Familieninitiative, Ja zum Spekulationsstopp

Archiv: 19. Januar 2016

Schädlich fürs Klima, schädlich für Luzern: Die Grünen Luzern lehnen den Bau einer 2. Gotthardröhre einstimmig ab. Die CVP-Familieninitiative wird ebenfalls einstimmig abgelehnt. Klar angenommen wird einzig die Spekulationsstopp-Initiative der SP.

Die Grünen Luzern sprachen sich an ihrer Mitgliederversammlung deutlich gegen den Bau einer 2. Gotthardröhre aus. Eine zweite Röhre bringt nicht mehr Sicherheit auf Schweizer Strassen. Hingegen unterläuft sie das Erreichen der Schweizer Klimaziele. Auch der Kanton Luzern würde unter der Verkehrslawine leiden.

Die Nein-Parole zum Bau der 2. Gotthardröhre war schnell gefasst. Die Mitglieder glauben nicht daran, dass der Gotthard-Strassentunnel für längere Zeit nur zweispurig betrieben wird. Wenn der Tunnel erst mal gebaut ist, wird es einfach, mit einer Initiative die Verfassung zu ändern. Den Lärm, die Abgase und die Sicherheitsprobleme würden wir auch im Kanton Luzern zu spüren bekommen, da auf den zuführenden Autobahnen durch Luzern der LKW-Verkehr zunimmt.
Eins ist klar: unser Klima kann sich eine 2. Gotthardröhre nicht leisten. Mehr Verkehr erhöht auch den CO2 Ausstoss, anstatt ihn zu reduzieren und wir entfernen uns vom Erreichen unserer Klimaziele. Spätestens seit dem Gipfel in Paris sollte uns klar sein, dass wir uns das nicht leisten können.
Die Befürworter der Vorlage argumentieren, dass eine 2. Röhre mehr Sicherheit bringt. Das Gegenteil ist aber der Fall: Eine zweite Röhre generiert mehr Verkehr und damit ein grösseres Unfallrisiko. Wenn wir ja sagen zum zweiten Tunnel, werden die LKW, welche in 80% der Unfälle verwickelt sind, in wachsender Zahl durch den Gotthard fahren. Ein Schienenverlad auf neue Neat ist die wirklich sicherere Alternative.

Auch bei der CVP-Familieninitiative und bei der Spekulationsstopp-Initiative waren die Meinungen schnell gemacht. Die Familieninitiative schlägt einen Verfassungsartikel vor, der die Ehe als eine Verbindung zwischen Mann und Frau definiert und als Wirtschaftsgemeinschaft betrachtet. Die Initiative ist diskriminierend gegenüber gleichgeschlechtlichen Paaren und schiesst über das Ziel hinaus. Als wertvollen Beitrag gegen den weltweiten Hunger wurde die Spekulationsstoppinitiative einstimmig angenommen.