Artikel und Pressemitteilungen - Archiv 2015

Initiative abgelehnt, Familienarmut bleibt

Archiv: 15. November 2015

Bild zu Initiative abgelehnt, Familienarmut bleibt
Bild zu Initiative abgelehnt, Familienarmut bleibt Die Grünen Kanton Luzern bedauern die markante Ablehnung ihrer Initiative "Ergänzungsleitungen für Familien". Die bestehenden Massnahmen zur Verringerung der Familienarmut genügen nicht.

"Für juristische Personen ist der Kanton Luzern ein Traum, für einkommensschwache Familien bleibt er ein Desaster", sagt Hans Stutz, Sprecher des Initiativkomitees. Im Kanton Luzern müssen rund 2800 Kinder unter 15 Jahren in Armut leben. Rund ein Sechstel aller Alleinerziehenden ist auf Sozialhilfe angewiesen. "Einkommensschwache Familien bleiben Opfer bürgerlicher Hartherzigkeit, die bestehenden Massnahmen genügen nicht", erklärt der Grüne Kantonsrat weiter. Er bedauert, dass es den Initianten nicht gelungen ist, Zustimmung über das grün-linke Lager hinaus zu erreichen.

Die Grünen erachten die Bekämpfung der Familienarmut weiterhin als zentrale staatliche Aufgabe. Sie werden sich auch in Zukunft dafür einsetzen, dass Familien als Gemeinschaften von Erwachsenen und Kindern geschützt und gefördert werden. So wie es auch die Bundesverfassung als Aufgabe von Bund und Kantonen festschreibt. Gegen weitere Sparschikanen bei Familien werden die Grünen sich vehement wehren.

Die Ergänzungsleistungen für Familien sollten die Mittel von einkommensschwachen Familien auf ein Niveau heben, das die Armutsgrenze überschreitet. Sie sollten auch Anreize für Erwerbsarbeit schaffen und sich am bewährten System der AHV/IV-Ergänzungsleistungen anlehnen.