Artikel und Pressemitteilungen - Archiv 2015

Grüne fordern 2000-Watt-Siedlung auf dem Grundstück Mattenhof II und lehnen Verkauf an Eberli AG ab

Archiv: 5. November 2015

Bild zu Ablehnung Verkauf Mattenhof
Bild zu Ablehnung Verkauf Mattenhof Die Grünen haben bereits in der Vergangenheit mehrfach gefordert, dass auf dem städtischen Grundstück Mattenhof II eine 2000-Watt-Siedlung entstehen soll. Dazu soll dieses Land im Baurecht ausgeschrieben werden. Den vom Stadtrat beantragten Verkauf des Grundstücks an die Eberli Sarnen AG lehnen die Grüne deshalb ab.

Gesamtplanung der Stadt umsetzen
Das Grundstück Mattenhof II ist ideal an die S-Bahn Luzern angeschlossen, zukünftig soll ein 7.5-Minuten-Takt zum Luzerner Bahnhof angeboten werden. Die Luzerner Allmend als Freizeit- und Naherholungsgebiet ist zudem in kürzester Distanz zu erreichen. Das sind mitunter ideale Voraussetzungen für den Bau einer 2000-Watt-Siedlung, welche Arbeiten und Wohnen verbinden soll. Das Stadtparlament fordert in der Gesamtplanung bis 2019, dass "mindestens zwei 2000-Watt-Siedlungen im Bau" seien.
Die Grünen hatten zudem in der Vergangenheit gefordert, dieses Grundstück im Rahmen einer Zwischennutzung bis zum Bau dieser 2000-Watt-Siedlung als Carparkplatz zu nutzen, um die Carprobleme in der Innenstadt zu entschärfen.

Standort-Evaluation geheim?
Das Anliegen der Erstellung einer Saalsporthalle erachten die Grünen aus Sicht der Vereine und Verbände grundsätzlich als berechtigt. Die Grünen unterstützen zudem die Haltung des Stadtrates, dass dies eine gemeinschaftliche regionale Lösung braucht und die Stadt Luzern nicht den Lead dazu übernehmen soll.

Bisher fand jedoch weder eine Diskussion über den Standort in der Region Luzern noch über Nutzen und Grösse einer Saalsporthalle statt, was die Grünen bemängeln. Ein solches Vorhaben muss breit diskutiert werden. Ein eingereichtes Postulat der Grünen Fraktion forderte, dass z.B. der Standort Rothenburg Station für eine solche Anlage geprüft werden soll. Inzwischen ist bekannt, dass offenbar unterschiedliche Standorte evaluiert wurden, über diese jedoch nie öffentlich informiert werden soll.

Verkaufspreis nachvollziehbarer
Die Grünen hatten im November 2014 eine Referendumsabstimmung über den Verkauf des städtischen Nachbargrundstücks Mattenhof I erzwungen, um zu verhindern, dass die Stadt Geschenke an private Investoren verteilt. Damals wurde der Mobimo AG ein Verkaufspreis von 800.- pro Quadratmeter angeboten. Der Stadtrat erachtete diesen Preis als fairen Marktpreis, die Grünen zeigten aus, dass für vergleichbare Grundstücke "fast das Doppelte" verlangt werden. Der jetzt ausgehandelte Verkaufspreis mit der Eberli Sarnen AG beträgt immerhin 1400.- pro Quadratmeter.