Artikel und Pressemitteilungen - Archiv 2014

Junge Grüne: Einstimmiges NEIN zu Ecopop

Archiv: 8. September 2014

Die Jungen Grünen Kanton Luzern beschliessen an ihrer ordentlichen September-Mitgliederversammlung einstimmig die NEIN-Parole zur Ecopop-Initiative. Abschottung, Fremdenfeindlichkeit und aufgezwungene Familienplanung in Afrika können aus Sicht der Versammlung kein Rezept gegen Kulturlandverlust und Umweltprobleme in der Schweiz sein. Weiter wurde die Volksinitiative "Rettet unser Schweizer Gold" abgelehnt und der Abschaffung der Pauschalbesteuerung zugestimmt.

Die nationalen Vorlagen vom 30. November sorgten für intensive Debatten. Insbesondere die Ecopop-Initiative provozierte emotionale Voten. "Die Initiative zeugt von rassistischem Gedankengut: In der Schweiz dürfen wir auf grossem Fuss leben während die weniger privilegierten Menschen im Süden weniger Kinder haben sollen", fasste Mitglied Manuel Späni die Ecopop-Initiative zusammen. Aus Sicht der Jungen Grünen Kanton Luzern kann nur globale Chancengleichheit und eine besser Verteilung von Wohlstand die Umweltprobleme auf der Erde lösen.

Besteuerung nach Leistungsfähigkeit
Die Abschaffung der Pauschalbesteuerung ist den Jungen Grünen ein grosses Anliegen. Die Pauschalsteuer stehe im Widerspruch zur Besteuerung nach Leistungsfähigkeit. Wer viel hat, soll auch seinen Beitrag zu den notwendigen öffentlichen Ausgaben leisten, war der Tenor. "Die wenigen Pauschalbesteuerten die Aufgrund der Initiative die Schweiz verlassen würden, sind kein Problem. Das Beispiel Zürich zeigt, dass die Mindereinnahmen wieder kompensiert werden oder sogar Mehreinnahmen resultieren", sagte Marco Huwiler in der Diskussion. Die Jungen Grünen Kanton Luzern votierten einstimmig JA.

Ökonomischer Blödsinn "Die Nationalbank verliert an Handlungsfähigkeit und Flexibilität. Die Goldinitiative würde die erfolgreiche Arbeit der unabhängigen SNB gefährden", ist Co-Präsident Fabian Takacs überzeugt. Aus Sicht der Mitglieder ist die Initiative ökonomischer Blödsinn. "Die Initianten haben eine lebhafte Fantasie und glauben an seltsame Verschwörungstheorien, wenn sie die Schweizer Goldreserven im Ausland gefährdet sehen", warf Vorstandsmitglied Raoul Niederberger ein. Auch hier fiel es der Versammlung leicht, eine Parole zu fassen, bis auf 2 Enthaltungen wurde die Initiative abgelehnt.