Artikel und Pressemitteilungen - Archiv 2014

Pädagogisch falsch: Übertritt nach der 2. Sek ins Kurzzeitgymnasium

Archiv: 1. September 2014

Im Planungsbericht Übertrittsverfahren bekräftigt der Regierungsrat nochmals, dass das ordentliche Übertrittsverfahren in der 2. Sekundarklasse ins Kurzzeitgymnasium stattfinden soll, und nur im zu begründenden Einzelfall ein Übertritt nach der 3. Sekundarklasse stattfinden kann. Dabei vergisst er, dass es pädagogisch für viele Schüler und Schülerinnen sinnvoll ist Sek plus Kurzzeitgymnasium in 7 statt in 6 Jahren zu absolvieren.

Gerade während der Pupertät ist nicht jeder Jugendliche gleich schnell bereit das Gymnasium mit der Matura abzuschliessen. Deshalb ist der heutige Weg weiter zu verfolgen, in welchem 3 Optionen offen stehen: Langzeitgymnasium, Übertritt Kurzzeitgymnasium nach der 2. oder nach der 3. Sekundarschule. Mit diesem System ist die Maturitätsausbildung im Kanton Luzern auf dem richtigen Weg und hat erfolgreiche Maturandinnen und Maturanden, welche später mit einem überdurchschnittlichen Prozentsatz auch ihre Studien abschliessen, wie aktuelle Statistiken zeigen.

Die vom Regierungsrat als Begründung angeführte Situation beim Kurzzeitgymnasium Schüpfheim ist nicht vergleichbar zu den anderen Gymnasien im Kanton, in welchen die schnelleren Schüler und Schülerinnen ins Langzeitgymnasium eintreten können.
Der Regierungsrat ist nur noch Finanzgesteuert. Da er 1.8 Millionen Franken einsparen kann, welche neu zu Lasten der Gemeinden gehen, ist ihm jede Strukturveränderung recht, unabhängig von der fachlich pädagogischen Beurteilung. Ob die 1.8 Millionen Franken Mehrkosten an Schulgeld bei den Gemeinden wirklich die Vollkostenrechnung ist, muss noch bewiesen werden. Noch unklar ist, was die Gemeinden eine neue Strukturierung der 3. Sekundarschulklassen kostet.