Artikel und Pressemitteilungen - Archiv 2012

Traueranzeige soll aufrütteln

Archiv: 3. Dezember 2012

Die Grünen der Stadt Luzern machen derzeit mit einer Traueranzeige auf die Abstimmung des Voranschlages 2013 aufmerksam. Damit suggerieren sie den Tod der lebenswerten und familienfreundlichen Stadt Luzern. Mittels Postkarten und Plakaten werden die Bewohner auf die Abstimmung vom 16. Dezember aufmerksam gemacht.

Medienmitteilung Grüne Stadt Luzern

Beim Urnengang Mitte Dezember steht viel auf dem Spiel. Zahlreiche Errungenschaften der letzten Jahre, welche Lebensqualität und Infrastruktur der Stadt Luzern verbessert haben, drohen wieder verloren zu gehen. Ergänzt mit den vom Kanton angekündigten Sparmassnahmen stellen sie einen radikalen Leistungsabbau dar, gegen den sich die Grünen der Stadt Luzern entschieden zur Wehr setzten.

Traueranzeige Stadt LuzernEinschnitt für Familien und Bildung
Das 16 Millionen Sparpaket, welches bei Ablehnung des Voranschlages 2013 zur Anwendung kommen würde, trifft vor allem die Bildung und Familien. So droht die Abschaffung des Schwimmunterrichtes an der Primarschule, genauso wie die Reduktion des Musikunterrichtes. Die Betreuungsgutscheine für die Kinderbetreuung sollen stark reduziert werden, und obwohl die Stadt jetzt schon einen Investitionsstau bei ihren Liegenschaften hat, kommt es zu weiteren Kürzungen für Schulhaus-Renovationen. Zu einer totalen Aufhebung käme es gar bei der Quartierarbeit für Kinder und Jugendliche.

Konsequenzen kaum bekannt
Den Grünen stösst auch die massive Kürzung beim Fonds Tiefbahnhof sauer auf. Und weil bei der Abstimmung vom 16. Dezember über keine weitere Vorlage entschieden wird, ist mit einer tiefen Stimmbeteiligung zu rechnen. Marco Müller, Präsident der Grünen Stadt Luzern, sagt dazu: «Viele Luzerner sind sich gar nicht bewusst, was die Konsequenzen eines Neins zum Voranschlag 2013 wären.» Darum hat die Partei eine Kampagne kreiert, welche die Leute aufrütteln soll.

Zeitung lehnte Inserat ab
Das in der Form einer Traueranzeige gestaltete Sujet beginnt mit dem Zitat Kafkas «Man sieht die Sonne langsam untergehen und erschrickt doch, wenn es plötzlich dunkel ist.» Damit sollen die Luzerner aufgerüttelt werden. «Ursprünglich wollten wir die Traueranzeige als Inserat abdrucken. Leider hat Luzerns Monopolzeitung das Inserat aber kategorisch abgelehnt.», so Marco Müller. Darum sind die Grünen nun selber aktiv geworden. «In der Stadt Luzern hängen seit diesen Tagen 100 Plakate mit der Traueranzeige. Zudem haben wir 10‘000 Briefkasten damit beliefert.», so der Präsident der Grünen.

Abstimmen statt trauern
Noch sehen die Grünen die lebenswerte und familienfreundliche Stadt Luzern aber nicht ganz verloren. Sie haben in der Traueranzeige bewusst kein Todesdatum angegeben: «Wir hoffen auf eine wundersame Rettung», so Müller. So schliesst die Trauerzeige dann auch mit den Worten: «Anstelle von Blumenspenden unterstützten Sie am 16. Dezember den Voranschlag 2013 mit einem überzeugten JA an der Urne.»