Artikel und Pressemitteilungen - Archiv 2012

Aktion gegen Asylgesetzverschärfung: Junge Grüne protestieren in der Luzerner Altstadt

Archiv: 2. Dezember 2012

Die Jungen Grünen haben am Samstagnachmittag in der Luzerner Altstadt gegen die rechtsbürgerliche Asylpolitik mit einer bildstarken Blitz-Aktion protestiert. Vertreter aus verschiedenen Jungen Grünen Sektionen aus der Schweiz waren beteiligt. Die Aktion möchte auch auf das Referendum, das die Jungen Grünen Schweiz zusammen mit ihrer Mutterpartei und anderen Organisationen gegen die Asylgesetzverschärfungen ergriffen haben, aufmerksam machen.

Die beteiligten Parteimitglieder wollten mit dem Strassentheater der Bevölkerung und den verantwortlichen Politikern den Spiegel vorhalten. Deshalb wurden symbolisch «Asylsuchende» von «Rechtsbürgerlichen» durch die Luzerner Altstadt getrieben. Die Jungen Grünen empfinden die derzeitige Asylpolitik in der Schweiz als diskriminierend und einseitig negativ gegenüber Flüchtlingen.

Gian Waldvogel, Co-Präsident der Jungen Grünen Kanton Luzern sieht in den dringlich verabschiedeten Asylgesetzen keinen konstruktiven Beitrag, um den Asylsuchenden zu helfen. «Mit der Abschaffung des Botschaftsasyls verliert die Schweiz ein bewährtes Instrument um Asylgesuche vor Ort zu beurteilen. Die Schlepperbanden werden viele von diesen Flüchtlingen einfach direkt in die Schweiz bringen. Wer glaubt, mit schärferen Gesetzen im Asylrecht würden die komplexen Probleme gelöst, liegt falsch. Nur mit substantiellen Fortschritten in den Heimatländern dieser Menschen werden die Flüchtlingsströme abnehmen. Die Politik der rechtsbürgerlichen Parteien ist längst reiner Stimmenfang, weil die Partien wissen, dass das Thema viele SchweizerInnen beschäftigt. Gegen diese Polemik haben wir heute protestiert».

Die am Referendum beteiligten Organisationen haben am Samstag zum 2. Nationalen Sammeltag aufgerufen mit dem Etappenziel 40‘000 Unterschriften.

Kein Mensch ist illegal...Scheinasyl?Menschenfeindliche Politik stoppen!