Artikel und Pressemitteilungen - Archiv 2012

Junge Grüne: Genugtuung über Aufhebung Videoüberwachung Bahnhofplatz

Archiv: 17. Oktober 2012

Die Jungen Grünen Stadt Luzern nehmen die Aufhebung der Videoüberwachung auf dem Bahnhofplatz mit Genugtuung zur Kenntnis.

Schon der Unterstützung des Referendums gegen das Reglement über die Videoüberwachung im öffentlichen Raum im Jahr 2008 waren die Jungen Grünen der Ansicht, dass Videokameras nur wenig zur Sicherheit beitragen können und der Stadtrat einer Illusion erliege zu glauben, die Situation auf dem Bahnhofplatz so nachhaltig verändern zu können.

Für die Jungen Grünen Stadt Luzern ist nicht nachvollziehbar, dass die Stadt so lange mit der Veröffentlichung des Berichts zugewartet hat. Die Öffentlichkeit hätte zum Zeitpunkt, als die Resultate der Studie klar waren, darüber informiert werden müssen. Es ist dem Vertrauen in die Stadtregierung abträglich, wenn sie Erkenntnisse, die ihre Haltung in Frage stellen, erst mit grosser Verzögerung publiziert. Der Stadtrat sollte immer in Einklang mit den neuesten Erkenntnissen handeln.

Nur mit einem sehr grossen personellen und technischen Aufwand ist eine Videoüberwachung überhaupt wirkungsvoll. Und es wird immer Orte geben, die nicht überwacht werden können. Eine flächendeckende Videoüberwachung des öffentlichen Raums ist kein gangbarer Weg.

Ein Gesamtmassnahmenpaket für den Bahnhofplatz und vor allem präventive, aktivierende Massnahmen wie zum Beispiel Sommerbars sind erfolgsversprechender als die einseitige Investition in teure Videokameras. Der Ruf nach einer Verbesserung der Aufnahmequalität ist einfach, weist aber in die falsche Richtung.

Der Bahnhofplatz soll wieder eine Begegnungsstätte für alle Menschen werden, an welcher zum einen sich niemand bedroht fühlt und zum anderen niemand ausgegrenzt wird.