Grüne Vorstösse im Kantonsparlament Luzern - Archiv 2012

Dringliche Anfrage über das Bildungsinformationszentrum (BIZ) in Sursee

Archiv: 12. September 2012

Andreas Hofer möchte namens der Grünen-Fraktion und weiteren Unterzeichnenden aus allen Fraktionen in einer dringlichen Anfrage vom 12. September 2012 vom Regierungsrat wissen, ob er tatsächlich vor hat, das Berufsinformationszentrum (BIZ) in Sursee zu schliessen.

Wie aus gut informierten Kreisen zu erfahren ist, plant der Regierungsrat im Zuge der Sparmassnahmen 2013 das Bildungsinformationszentrum BIZ in Sursee zu schliessen und diese Dienstleistung nur noch in Luzern anzubieten.

Aufgrund dieser mir zugetragenen Informationen ergeben sich folgende Fragen:
  1. Plant der Regierungsrat tatsächlich das BIZ in Sursee zu schliessen und diese Leistungen nur noch zentral in Luzern anzubieten?
  2. Sollte diese Schliessung realisiert werden, stellt sich die Frage, mit welchen negativen Auswirkungen der Regierungsrat für die betroffenen Schüler, Lehrpersonen, Eltern und Erwachsenen, die die Leistungen des BIZ Sursee in Anspruch nehmen, rechnet.
  3. Wie viele Personen haben 2011 die Leistungen des BIZ Sursee in Anspruch genommen (aufgeschlüsselt nach Schülerinnen und Schüler, Erziehungsbeauftragte, Lehrpersonen und Ausbildungsbetriebe)?
  4. Welche Gemeinden nehmen die Leistungen des BIZ Sursee in Anspruch und wie viele Personen wohnen in diesem Einzugsgebiet?
  5. Welche Vorteile hat eine dezentrale Leistungserbringung im Bereich der Berufsberatung für die Schülerinnen und Schüler und für die Lehrbetriebe?
  6. In der Kantonsverfassung § 13 Abs. 1+2 ist geregelt, dass der Kanton seine Aufgaben bevölkerungsnah, wirksam und dezentral erbringen muss. Wie will der Regierungsrat die Schliessung des BIZ Sursee mit der Kantonsverfassung in Einklang bringen?

    § 13 Erfüllung der Aufgaben
    1 Kanton und Gemeinden erfüllen ihre Aufgaben bevölkerungsnah, wirksam und kosten-bewusst.
    2 Der Kanton erfüllt seine Aufgaben dezentral, wenn sie sich dafür eignen und der wirt-schaftliche Einsatz der Mittel es erlaubt.

Die dringliche Anfrage wurde von 28 Kantonsrätinnen und Kantonsräten aus allen Fraktionen unterzeichnet.