Grüne Vorstösse im Kantonsparlament Luzern - Archiv 2012

Postulat über die Beibehaltung der Anlagen Cityring für die Verkehrsmengenlenkung

Archiv: 11. September 2012

Monique Frey namens der gesamten Grünen-Fraktion sowie Jacqueline Mennel Kaeslin, Silvana Beeler Gehrer, Martin Krummenacher (alle SP) sowie Samuel Odermatt (Grünliberale) fordern den Regierungsrat in einem Postulat vom 11. September 2012 auf, die Anlagen zur Verkehrsmengenlenkung (Pförtnerung) in der Agglomeration Luzern, welche im Rahmen der Sanierung des Cityrings installiert wurden, beizubehalten und weiter zu betrieben.

Die Strassen in der Stadt und Agglomeration sind gebaut. In den nächsten 20 Jahren werden kaum grössere Ausbauten dazukommen. Leider haben es aber die Stadt Luzern, die Agglomerationsgemeinden wie auch der Kanton verpasst, mit Nachdruck eine Verkehrslenkung einzuführen und das Umsteigen vom Auto auf öV, Velo und das Zu-Fuss-Gehen zielführend zu fördern. Gebetsmühlenartig spricht der Kanton von einer zusätzlichen Kapazitätsausweitung vom MIV um 20 Prozent bis 2030. Dies, obwohl in diesem Zeitraum nicht entsprechend so viele neue Einwohnerinnen und Einwohner dazu kommen. Das heisst, der Kanton akzeptiert, dass auch in den nächsten 20 Jahren die Fahrleistung pro Einwohner zunimmt.

Dies jedoch können die Agglomeration und die Stadt Luzern nicht mehr schlucken. Da der Umstieg nicht mit einem Commitment durch die Regierung und wichtige Persönlichkeiten erfolgt ist, müssen taugliche Massnahmen der Verkehrslenkung eingeführt werden. Dazu gehören neben Roadpricing die Verkehrslenkung mittels Lichtsignalanlagen, welche nur so viel Verkehr in den entsprechenden Kordon einlassen, wie dieser auch bewältigen kann. Bewältigen heisst, dass der Verkehrsfluss auf den Strassen gewährleistet ist und die Busse ihre Fahrpläne einhalten können.

Im Rahmen der Sanierung des Cityrings sind solche Verkehrslenkungsmassnahmen mittels LSA (Pförtnerung) installiert und auch gebraucht worden. Diese Anlagen inklusive der technischen Steuerung sollen beibehalten werden, damit der Verkehr weiterhin reguliert werden kann.