Grüne Vorstösse im Kantonsparlament Luzern - Archiv 2012

Wiederaufnahme der Bodenkartierung

Archiv: 19. Juni 2012

Alain Greter fordert den Regierungsrat namens der Grünen-Fraktion in einem Postulat vom 19. Juni 2012 auf, die aus Spargründen sistierte, aber für den langfristigen Erhalt des Kulturlandes wichtige Bodenkartierung wieder aufzunehmen.

Im Entwurf zu einer Planungs- und Bauverordnung sowie in den Erläuterungen dazu wird der Schutz des Kulturlandes hervorgehoben. Gemäss Raumplanungsgesetz müssen die mit Planungsaufgaben betrauten Personen darauf achten, die Landschaft zu schonen. Insbesondere sollen der Landwirtschaft genügend Flächen geeigneten Kulturlandes erhalten bleiben.

Der Mindestumfang der Fruchtfolgeflächen (FFF) beträgt für den Kanton Luzern 27 500 Hektaren. Per Ende 2010 waren im Kanton Luzern nach den Vorgaben des Bundes noch FFF im Umfang von 27 650 Hektaren dauernd gesichert. Da die langfristige Sicherstellung der FFF gefährdet ist, sind Massnahmen zum Erhalt der FFF zu treffen.

Zurzeit prüft eine kantonale Arbeitsgruppe verschiedene Massnahmen, die allenfalls in der Verordnung noch näher ausgeführt werden sollen. Einzonungen können beispielsweise ausserhalb der FFF angeordnet werden. Oder die fachlich korrekte Wiederverwertung des Bodenmaterials, das durch die künftige Bautätigkeit auf FFF ausgehoben wird, soll wenigstens gesichert werden. Mit diesem Material können allenfalls degradierte Böden aufgewertet und somit zusätzliche Flächen mit FFF-Qualität geschaffen werden. Diese Massnahmen setzen allerdings die Kenntnis der Beschaffenheit und der Qualität des Bodens voraus, die nur mit entsprechenden bodenkundlichen Untersuchungen und Erhebungen im Feld erstellt werden können.

Um den Schutz der FFF zu gewährleisten, sind also gute Kartengrundlagen unerlässlich. Mit den auferlegten Sparmassnahmen für den zweiten Entwurf zum Voranschlag 2011 (B 22a) wurden diese Bodenkartierungen jedoch sistiert. Wir fordern die Regierung auf, die für den langfristigen Erhalt des Kulturlandes wichtigen Bodenkartierungen wieder aufzunehmen.