Grüne Vorstösse im Stadtparlament Luzern - Archiv 2012

Flankierende Massnahmen zum Reglement Strassenstrich

Archiv: 1. Mai 2012

Monika Senn Berger und Katharina Hubacher namens der Grünen-/Jungen-Grünen-Fraktion, Luzia Vetterli und Theres Vinatzer namens der SP/JUSO-Fraktion, Manuela Jost namens der Grünliberalen-Fraktion, Franziska Bitzi und Albert Schwarzenbach (beide CVP) sowie Laura Grüter-Bachmann (FDP) fordern den Stadtrat in einem dringlichen Postulat vom 1. Mai 2012 auf, betreffend Reglement Strassenstrich umgehend und in Zusammenarbeit mit der Aidshilfe verschiedene Sofortmassnahmen - unter anderem die Präsenz eines Beratungsbusses - zu prüfen.

Solange die Stadt keine klar definierten Bereiche, wo Prostitution erlaubt ist bezeichnet, verlagert sich der Strassenstrich von Gebiet zu Gebiet. Seit Inkrafttreten des Reglements zeichnet sich nun eine weitere Verlagerungdes Strassenstrichs vom St. Karlischulhaus in die Industriezonen Ibach und Littauerboden sowie ins Friedentalried ab. In diesen Gebieten sind die Sicherheit und der Schutz der Prosituierten gefährdet. Für das Projekt Aids-Prävention im Sexgewerbe (APIS) ist es zunehmend schwieriger, die Prostituierten aufzusuchen. Gerade in diesen abgelegenen Gebieten wäre die Arbeit in einem Beratungsbus sinnvoll. Die Präsenz eines Busses kann auch Einfluss auf die Sicherheit haben.

Im B+A 21/2011 wurde aufgezeigt, dass eine solche Verlagerung flankierende Massnahmen mit sich bringen würde. Nun ist es soweit. Erste Massnahmen punkto Sauberkeit und Sicherheit müssen ergriffen werden. Die Luzerner Polizei sorgt zwar an Wochentagen für minimale Sicherheit. Der Schutz der Frauen muss aber umfassend sichergestellt werden.

Wir fordern den Stadtrat auf, umgehend in Zusammenarbeit mit der Aidshilfe verschiedene Sofortmassnahmen - unter anderem die Präsenz eines Beratungsbusses - zu prüfen.