Grüne Vorstösse im Kantonsparlament Luzern - Archiv 2012

Dringliche Anfrage über den Neubau der Zentral-­ und Hochschulbibliothek Luzern

Archiv: 27. Januar 2012

Die Kantonsratsfraktion der Grünen will vom Regierungsrat in einer dringlichen Anfrage wissen, wie realistisch ein Neubau der Zentral- und Hochschulbibliothek noch ist und wie der Kanton nun weiter vorgehen will.

In der Dezembersession hat eine Mehrheit des Kantonsrates sich zu Gunsten eines Neubaus der
Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern (ZHB) entschieden. In Zusammenhang mit diesem Entscheid stellen sich folgende Fragen:
  1. Welche Investitionen, die angesichts des baulichen Zustandes der ZHB unaufschiebbar waren, wurden im Hinblick auf die Sanierung bereits getätigt, und wie viel haben sie gekostet?
  2. Gemäss Botschaft B 143 verlangt die Gebäudeversicherung für einen Weiterbetrieb zwingen Sofortmassnahmen für den Fall, dass die Sanierung nicht wie geplant realisiert werden sollte. Wie hoch belaufen sich die Kosten dieser Sofortmassnahmen wie Einbau eines Fluchttreppenhauses einer Sprinkleranlage
    und statischer Verstärkungen?
  3. Zum aktuellen Zeitpunkt können im Magazintrakt noch Untergeschoss, Erdgeschoss und erstes Obergeschoss genutzt werden. Welche Folgen würde eine vollständige Schliessung des Magazintraktes nach sich ziehen in Bezug auf das Personal, auf die Nutzerinnen und Nutzer der ZHB sowie auf die Sondersammlung? Mit welchen Kosten wäre zu rechnen?
  4. Laut Antwort der Regierung auf die Motion 97 könne der Betrieb der ZHB im heutigen Gebäude nicht über mehrere Jahre ohne grössere Bauarbeiten auch im restlichen Teil des heute noch genutzten Gebäudes weiterbetrieben werden. Welche weiteren baulichen Massnahmen sind absehbar, wenn die ZHB weitere acht oder zehn Jahre als Provisorium geführt werden müsste, und mit welchen Kosten ist zu rechnen?
  5. Laut Bericht in der Neuen Luzerner Zeitung vom 24. Januar wurde 1949 ein Vertrag zwischen der Stadt und dem Kanton unterzeichnet. In wessen Kompetenz liegt es, diesen Vertrag aufzulösen?
  6. Mit welchem Zeithorizont rechnet die Regierung bei einem Festhalten am Neubauprojekt?
  7. Zu welchem frühesten Zeitpunkt könnte mit der ursprünglich beschlossenen Sanierung
    begonnen werden?
  8. Vertritt die Regierung weiterhin die in der Botschaft B 143 geäusserte Auffassung, dass ein Abriss und Neubau aufgrund der architektonischen und städtebaulichen Bedeutung des Gebäudes undenkbar ist?