Grüne Vorstösse im Stadtparlament Luzern - Archiv 2012

Postulat zur Neugestaltung der Zebrastreifen für die Verbesserung der Sicherheit

Archiv: 5. Januar 2012

Ali R. Celik und Christian Hochstrasser fordern namens der Grünen-/Jungen-Grünen-Fraktion den Stadtrat in einem Postulat auf, sich für die Neugestaltung der Zebrastreifen einzusetzen, um die Sicherheit der Fussgängerinnen und Fussgänger zu verbessern.

Die Unfallserien bei Fussgängerinnen und Fussgänger in der Schweiz haben im Dezember 2011 nicht nur die mediale und politische Aufmerksamkeit geweckt, sondern haben auch die Suche nach Lösungen intensiviert. Der Fachverband Fussverkehr Schweiz stellt fest, dass die Zahl der getöteten und schwerverletzten Fussgängerinnen und Fussgänger in den letzten Jahren leicht gestiegen ist. Jährlich wurden (Mittelwert der letzten fünf Jahre) 26 Fussgängerinnen und Fussgänger auf dem Streifen getötet und 960 verletzt, davon 300 schwer.

Die Annahme, dass die Probleme aufgrund der Unvorsichtigkeit und Unverantwortlichkeit von Autofahrerinnen und Autofahrer und von Fussgängerinnen und Fussgänger durch neue Massnahmen vermindert werden können, lässt sich nicht nur in den Medienberichterstattungen und bei Fachpersonen feststellen, sondern auch in der Bevölkerung. Zur Verbesserung der Sicherheit werden insbesondere folgende Massnahmen thematisiert:
  • gute Markierung der Zebrastreifen und ein breiter gelber Strich neben dem Fussgängerstreifen quer über die Strasse;
  • ein breiter Zebrastreifen auch auf dem Trottoir, der anzeigen soll, ob die Strasse überquert werden will oder nicht;
  • eine Geschwindigkeitreduktion der Autos;
  • gute Beleuchtung der Fussgängerstereifen, insbesondere in der Nacht;
  • die Verkürzung der Querungsdistanzen für Fussgängerinnen und Fussgänger (zum Beispiel durch Mittelinseln).
Um die Fussgängerstreifen in der Stadt Luzern sicherheitstechnisch besser zu gestalten, braucht es weiterführende Massnahmen zur Förderung des Fussverkehrs im Sinne einer nachhaltigen städtischen Mobilität.

Wir fordern die Prüfung bzw. die Umsetzung folgender Schritte:
  • Die Stadt Luzern soll zusammen mit den betroffenen Stellen von Kanton und Bund aktiv werden und sich für ein gemeinsames Pilotprojekt anbieten.
  • Der Stadtrat soll sich für Massnahmen einsetzen, die erwiesenermassen direkt auf die Sicherheit von Fussgängerinnen und Fussgängern wirken. Die bestehenden Fussgängerstreifen in der Stadt Luzern sollen darauf geprüft werden, ob durch eine alternative Markierung, eine neue Beleuchtung oder eine Temporeduktion an den von Fussgängerinnen und Fussgänger stark frequentierten und unübersichtlichen Orten die Sicherheit für Fussgängerinnen und Fussgänger verbessert werden könnte.