Grüne Vorstösse im Stadtparlament Luzern - Archiv 2011

Keine Sparmassnahmen auf Kosten unserer Kinder

Archiv: 22. Dezember 2011

Philipp Federer und Katharina Hubacher namens der Grünen-/Jungen-Grünen-Fraktion und Daniel Furrer, Luzia Vetterli und Dominik Durrer namens der SP-/JUSO-Fraktion fordern den Stadtrat in einem Postulat auf, von einer geplanten Sparmassnahme abzusehen und weiterhin defekte Spielplatzgeräte zu ersetzen und die Qualität der Stadtluzerner Spielplätze aufrechtzuerhalten.

Aufgrund der knappen finanziellen Ressourcen der Stadt Luzern sieht sich das Tiefbauamt gemäss Voranschlag 2012 gezwungen, in gewissen Bereichen einschneidende Massnahmen zu ergreifen. Besonders problematisch ist dabei der Entscheid, künftig defekte Spielplatzgeräte abzuräumen und diese nicht mehr zu ersetzen. Im Extremfall könnte dies sogar zur Schliessung von Spielplätzen führen.

Auf Spielplätzen finden Kinder Gelegenheit, ihre körperlichen Fähigkeiten zu entdecken, Fertigkeiten zu erlernen und eigene Grenzen zu erfahren. Für viele Kinder ‐ vor allem in städtischen Gebieten ‐ sind Spielplätze heute die einzigen Orte, an denen sie sich ihrem Alter entsprechend austoben können. Ein Spielplatz ist auch ein Ort des Miteinanders, an dem Kinder oft ihre ersten Erfahrungen mit Gleichaltrigen machen und das gemeinsame Spielen lernen können. Spielgeräte ‐ zum Beispiel die im Sommer vielgenutzten Pingpongtische ‐ dienen zudem auch der Erholung und sportlichen Betätigung erwachsener StadtbewohnerInnen.

Die Sparmassnahme des Tiefbauamtes ist unter diesem Aspekt sehr bedauerlich und trifft ausgerechnet unsere jüngsten Stadtbewohner, die Kinder. Vergleicht man die eingesparten Kosten mit der dadurch verlorenen Lebensqualität, erscheint die Massnahme völlig unverhältnismässig.

Wir fordern den Stadtrat deshalb auf, von dieser Sparmassnahme abzusehen und auch weiterhin defekte Spielplatzgeräte zu ersetzen und die Qualität der Stadtluzerner Spielplätze aufrechtzuerhalten.