Grüne Vorstösse im Stadtparlament Luzern - Archiv 2011

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Dringliches Postulat für die Sanierung der ZHB anstelle eines Neubaus

Archiv: 19. Dezember 2011

Edith Lanfranconi, Stefanie Wyss und Monika Senn namens der Grünen-/Jungen-Grünen-Fraktion und Dominik Durrer, Nico van der Heiden und Andreas Wüest namens der SP-/JUSO-Fraktion fordern den Stadtrat in einem dringlichen Postulat auf, die städtische Bau- und Zonenordnung nicht zu verändern und sich beim Kanton für eine rasche Sanierung der Zentral- und Hochschulbibliothek einzusetzen.

Der Kantonsrat hat an seiner Sitzung vom Montag, 12. Dezember 2011 seinen früheren positiven Entscheid zur Renovation der Zentral- und Hochschulbibliothek gekippt und will am jetzigen Standort einen Neubau erstellen.
  • Mit einem Neubau anstelle der geplanten Sanierung würde das städtebaulich prägnante Ensemble Vögeligärtli mit dem schützenswerten Dreyer-Bau der Zentral- und Hochschulbibliothek zerstört. Die ZHB ist ein städtebaulich äusserst wertvoller Bau der Architektur aus den frühen 50er-Jahren. Es ist eine Art Pavillonbau im Park, darum ist er - zumindest auf drei Seiten - von Grünflächen und Baumreihen umfasst. Entsprechend ist auch die Höhenentwicklung im Vergleich zur Kirche und Gemeindezentrum Lukas (modernes Bauen 30er-Jahre) und den umliegenden Jugendstilbauten (Jahrhundertwende 1900) sehr moderat. Einzig der Magazinbau an der Hirschmattstrasse ist höher und schliesst so gegen die Strasse ab, aber auch dieser ist umfriedet von Grün.
    Ein Neubau in der angedachten Form, würde das Vögaligärtli, eine der wichtigsten Parkanlagen der Stadt, völlig erdrücken. Dieses Parkensemble gehört zur Stadt und vermittelt Identität. Das Vögeligärtli ist ein Spielort für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und eine Ruheinsel für StadtbewohnerInnen und TouristInnen im hektischen Stadtleben.
  • Für einen Neubau müsste die Bau- und Zonenordnung geändert werden.
  • Die Sanierung wurde schon mehrmals verschoben, das ist unter anderem auch für die Mitarbeitenden der ZHB ein unhaltbarer Zustand. Auch die bibliothekarische Versorgung gerät damit in eine schiefe, unbefriedigende Lage, die sehr viele Benutzerinnen und Benutzer frustrieren wird.
Wir fordern den Stadtrat deshalb auf
  • Die BZO in der geplanten Form aufrecht zu erhalten.
  • Sich beim Kanton für den Verzicht auf den Neubau und die rasche Umsetzung der Sanierung der ZHB, wie sie im Sommer 2010 vom Kantonsparlament beschlossen wurde, einzusetzen.
Das Anliegen ist dringlich, weil ein allfälliger Antrag des Kantons zu einer Änderung der Bau- und Zonenordnung spätestens bis Ende Februar 2012 bei der Stadt eintreffen müsste. Auf Grund der Schutzwürdigkeit des heutigen Gebäudes müsste für einen Änderungsantrag der BZO die Fassadengestaltung bereits bestimmt sein und der Investorenwettbewerb müsste deshalb vorher stattfinden.