Grüne Vorstösse im Stadtparlament Luzern - Archiv 2011

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Interpellation: Langfristige Perspektiven und zukünftige Nutzung des Armeeausbildungszentrums Luzern

Archiv: 30. November 2011

Christian Hochstrasser möchte namens der Grünen-/Jungen-Grünen-Fraktion in einer Interpellation vom 30. November 2011 vom Stadtrat wissen, ob Pläne für die langfristige Nutzung des Armeeausbildungszentrums Luzern auf der Allmend bestehen.

Das Armeeausbildungszentrum AAL auf der Luzern Allmend wird seit 1999 für Kaderausbildungen der Armee genutzt und steht zivilen Nutzungen, wie Seminaren und Anlässen, als «multifunktionale Tagungsstätte» zur Verfügung. Bauherr, Besitzer und Betreiber ist gemäss Infobroschüre des Justiz- und Sicherheitsdepartements der Kanton Luzern, der im Meilibau auch einen Teil seiner Dienststelle Militär, Zivilschutz und Justizvollzug untergebracht hat. Das Grundstück selbst gehört jedoch der Stadt Luzern.

Es macht den Anschein, dass die Gebäude, insbesondere der Hotelleriebereich mit 250 Betten (davon 37 Mehrbettzimmer mit Total 167 Betten) nur sehr schwach ausgelastet ist. Seminarräume und Säle scheinen ebenfalls nur sehr unregelmässig genutzt zu werden. Im Rahmen der Diskussion über die zukünftige Grösse und Struktur der Schweizer Armee stellen sich zusätzliche Fragen, über die zukünftige Nutzung des AAL durch die Armee.

Durch Wegfall der angrenzenden Bahngleise mit Inbetriebnahme des Zentralbahntunnels wird der Bereich des AAL in Richtung Arsenalstrasse zukünftig noch besser zugänglich sein. Das Areal ist mit öV (Linie 31, resp. 20), mit dem Langsamverkehr und auch über das bestehende Strassennetz hervorragend erschlossen.

Darum scheint es wichtig, dass die Stadt (als Grundstückeigentümerin) gemeinsam mit dem Kanton Luzern und der Armee langfristige Nutzungsüberlegungen anstellt. Der Stadtrat soll sich zu möglichen Entwicklungsperspektiven positionieren können.

Wir bitten den Stadtrat, zu folgenden Fragen Stellung zu nehmen.
  1. Kann der Stadtrat die Einschätzung bestätigen, dass die militärische Nutzung des AAL abgenommen hat und die militärische und zivile Auslastung bedeutend tiefer ist, als ursprünglich beim Umbau von 1999 vorgesehen?
  2. Gibt es Anzeichen von Armee und Kanton Luzern, dass das Gebäude mittelfristig nicht mehr für Armeezwecke gebraucht wird?
  3. Teilt der Stadtrat die Einschätzung, dass die Nutzung der Räume für zivile Anlässe oder Seminare im AAL keinem wachsenden Bedarf entspricht und damit eine geringe Auslastung der Armee nicht vermehrt dadurch kompensiert werden könnte?
  4. Inwiefern bieten sich dem Stadtrat Einflussmöglichkeiten über die zukünftige Nutzung des Grundstücks des AAL und der Gebäude?
  5. Welche anderen Nutzungen könnte sich der Stadtrat auf diesem Areal und in den Gebäuden perspektivisch vorstellen?
  6. Gibt es weitere Liegenschaften auf dem Boden oder im Eigentum der Stadt Luzern, die durch eine verminderte Nutzung der Armee zukünftig anderweitig genutzt werden könnten?