Grüne Vorstösse im Stadtparlament Luzern - Archiv 2011

Sommerferien 2019
Das Sekretariat der Grünen Luzern ist während der Schulferien bis am 18.8.2019 nur sporadisch besetzt. Wir beantworten Ihre Anfragen sobald als möglich. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Städtische Vorstösse abonnieren
  RSS-Feed abonnieren
Folgen Sie uns!
Neue Blog-Beiträge:
CO2-Verbrauch der Autos steigt weiter an
Korintha Bärtsch und Noëlle Bucher treten aus dem Grossen Stadtrat zurück
Klimasession: Viel Symbolik, wenig konkrete Massnahmen
Vollangriff auf Mieterinnen und Mieter
Bauernlobby verweigert Dialog zu Pestizideinsatz

» zum Blog

Zahlbarer Wohnraum dank Landverkaufsgewinnen

Archiv: 19. September 2011

Marcel Budmiger und Dominik Durrer namens der SP-/JUSO-Fraktion und Monika Senn Berger und Stefanie Wyss namens der Grünen-/Jungen-Grünen-Fraktion fordern in einer Motion vom 19. September 2011 den Stadtrat auf, den Erlös von Immobiliengeschäften auf dem freien Markt zweckgebunden für Immobilienankäufe der Stadt zu verwenden oder in die Gemeinschaftsstiftung zur Erhaltung und Schaffung von preisgünstigem Wohnraum (GSW) einzuzahlen. Die genaue Aufteilung der Gelder soll je nach verfügbaren Objekten offen bleiben.

In der Stadt Luzern herrscht ein Mangel an Wohnraum, der mit unteren bis mittleren Einkommen zahlbar ist. Das wirksamste Mittel um der Wohnungsknappheit zu begegnen wäre die Förderung von gemeinnützigen Wohnbauträgern, beispielsweise mit der bevorzugten Vergabe von Bauland. Der Stadtrat hat jedoch die gegenteilige Strategie. Er plant in der Büttenenhalde (und gemäss Medienberichten auch an der Eichwaldstrasse) jeweils den Meistbietenden den Zuschlag zu geben. Dies führt zu vermehrter Spekulation oder zu Luxusresidenzen, die eventuell bloss als Zweitwohnung genutzt werden, und ganz sicher nicht zu mehr günstigem Wohnraum.

In Luzern soll es für alle Platz haben: Für wohlhabende Einzelpersonen, mittelständische Familien und auch für Menschen mit tieferem Einkommen. Zahlbarer Wohnraum soll deshalb nicht gegen Wohnungen im Hochpreissegment ausgespielt werden ‐ eine lebendige Stadt braucht eine gewisse soziale Durchmischung.

Deshalb soll der Erlös von rein gewinnorientierten Baulandverkäufen für strategische Immobilienkäufe der Stadt oder zur Förderung des gemeinnützigen Wohnbaus verwendet werden. Dies ermöglicht sowohl den Bau von Wohneigentum der gehobenen Preisklasse als auch die Förderung preisgünstiger Mietwohnungen. Zudem wird so verhindert, dass in finanzpolitisch schwierigen Zeiten die ohnehin knappe Landreserve der Stadt bzw. Volksvermögen ohne nachhaltigen Nutzen verscherbelt wird.

Der Stadtrat wird aufgefordert, den Erlös von Immobiliengeschäften auf dem freien Markt zweckgebunden für Immobilienankäufe der Stadt zu verwenden oder in die Gemeinschaftsstiftung zur Erhaltung und Schaffung von preisgünstigem Wohnraum (GSW) einzuzahlen. Die genaue Aufteilung der Gelder soll je nach verfügbaren Objekten offen bleiben.