Grüne Vorstösse im Stadtparlament Luzern - Archiv 2011

Wo sind die Unterkünfte und günstigen Wohngelegenheiten in der Stadt?

Archiv: 12. September 2011

Katharina Hubacher möchte namens der Grünen-/Jungen-Grünen-Fraktion in einer Interpellation vom 12. September 2011 vom Stadtrat gerne wissen, ob und wie er gegen immer weniger werdenden günstigen Unterkunftsmöglichkeiten in der Stadt vorzugehen gedenkt.

In den letzten Wochen hat die Pension Panorama ihre Tore geschlossen. Es ist bekannt, dass dort unter anderem viele Menschen mit kleinem Budget Unterkunft bekommen haben. Bereits vor einem Jahr wurden ähnliche Unterkünfte in den Personalhäusern Eichhof geschlossen, weil sie einer neuen Überbauung weichen mussten.

Einfache und bezahlbare Unterkünfte, wo Menschen mit anderen Lebensentwürfen Unterkunft finden, werden rar in der Stadt Luzern. Sie wurden in den letzten Jahren mit Überbauungen, Umnutzungen und Renovationen wegsaniert. Es handelt sich dabei um Wohnraum für Menschen, die meist keine sozialtherapeutische Begleitung wollen oder brauchen.

Damit es diesen Menschen gelingt, sich in unserer Gesellschaft zurechtzufinden und vielleicht sogar wieder einer Arbeit nachzugehen, müssen sie eine gesicherte Unterkunft haben. Erst wenn dieses Grundbedürfnis abgesichert ist, können die andern Lebensprobleme angegangen werden. Müssen diese Leute bei uns wieder auf der Gasse leben? Denn die Notschlafstelle ist von ihrem Konzept her nur eine kurzfristige Zwischenlösung.

Wir bitten den Stadtrat, in diesem Zusammenhang zu folgende Fragen Stellung zu nehmen:
  1. Ist dem Stadtrat bekannt, dass zurzeit in der Stadt Luzern immer mehr Menschen leben, die keine feste Unterkunft mehr haben?
  2. Ist der Stadtrat auch der Meinung, dass es Aufgabe der Stadt Luzern ist, günstige Wohnmöglichkeiten anzubieten, indem sie selber solche Unterkünfte bereitstellt oder mit privaten Anbietern entsprechende Vereinbarungen trifft?
  3. Was hat der Stadtrat kurzfristig (für den nächsten Herbst und Winter 2011/2012), aber auch längerfristig geplant, um diese Probleme zu lösen?
  4. Hat der Stadtrat Strategien oder Konzepte, um der Obdachlosigkeit in unserer Stadt entgegenzutreten?