Grüne Vorstösse im Stadtparlament Luzern - Archiv 2011

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Massnahmen zur Prostitution in Luzern

Archiv: 13. Juli 2011

Monika Senn Berger und Edith Lanfranconi-Laube namens der Grünen-/Jungen-Grünen-Fraktion, Ylfete Fanaj und Dominik Durrer namens der SP-/JUSO-Fraktion, Manuela Jost namens der GLP-Fraktion und Franziska Bitzi Staub fordern den Stadtrat in einem dringlichen Postulat vom 13. Juli 2011 auf, durch verschiedene Massnahmen die Situation der Prostituierten in Luzern zu verbessern.

Aufgrund von parlamentarischen Vorstössen und Beschwerden von Anwohnenden im Tribschenquartier wird der Stadtrat Massnahmen gegen den Strassenstrich prüfen: Strichverbotszonen, Laufhäuser, Verrichtungsboxen.

Wir begrüssen es, wenn der Stadtrat mit seiner liberalen Haltung gegenüber dem Prostitutionsgewerbe proaktive Bewusstseinsbildung für gegenseitige Rücksichtnahme und Toleranz macht. Nur so sind Lösungen mit und für alle Beteiligten zu finden. Wie in andern Städten festgestellt wurde, verschiebt sich bei Verbotszonen der Strassenstrich in andere Quartiere oder in Industriegebiete, wo die Sicherheit von Sexarbeitenden mehr gefährdet ist. Deshalb sind Massnahmen zu suchen, die nicht zu zusätzlichen Illegalisierungen führen und die Frauen nicht in noch prekärere Lagen drängen.

Da im Vergleich mit Zürich und Olten der Strassenstrich in Luzern kleiner und überschaubarer ist und sich der Drogenstrich vor allem in einem Quartier angesiedelt hat, fordern wir den Stadtrat auf, in Zusammenarbeit mit involvierten Institutionen Folgendes zu prüfen:

  • Angaben zu Umfang und Grösse des Strassenstrichs im Sommer, Winter oder bei grossen Events laufend zusammenstellen
  • Quartierverträgliche und spezifische Sofortmassnahmen wie temporäre Strassensperren, Toi-Toi-WCs, zusätzliche Reinigungsequipe usw. und deren flexible Umsetzung in enger Absprache mit den Quartieren (erproben und bei Bedarf wieder anpassen)
  • Unterstützung von Projekten der Aidshilfe und Gassenarbeit (statt Finanzen für Repression)
  • Informations- und Beratungsbus für Sexarbeitende
  • Informationskampagne zur Sensibilisierung von Freiern und Motivation von bestehenden legalen Einrichtungen zur Mitarbeit und Mitfinanzierung (kann eine Verlagerung des Strichs in Salons und Kontaktbars bewirken)
  • Initiieren einer Trägerschaft für ein Laufhaus mit Anlaufstelle für Sexarbeitende
  • Standort für Verrichtungsboxen in einem Parkhaus

Wir bitten den Stadtrat, diese Forderungen in die laufenden Überprüfungen einzubeziehen.