Grüne Vorstösse im Stadtparlament Luzern - Archiv 2010

Interpellation zur dritten Spur auf dem A2-Abschnitt Hergiswil

Archiv: 15. November 2010

Katharina Hubacher stellt namens der Grünen-/Jungen-Grünen-Fraktion dem Stadtrat in einer dringlichen Interpellation vom 15. November 2010 Fragen zur dritten Spur auf dem A2-Abschnitt bei Hergiswil..

In der NLZ vom 17.10 2010 war zu lesen:

Der Baudirektor des Kanton Nidwalden Hans Wicki wolle in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Hergiswil und dem Bundesamt für Strassen (Astra) ab dem nächsten Jahr ein Projekt zur Sanierung des A-2-Abschnitts Hergiswil ausarbeiten lassen. Im Vordergrund stehe dabei der Lärmschutz. Für die Staubekämpfung solle eine dritte Autobahnspur in Richtung Luzern realisiert werden.

Im Gegensatz dazu steht die Verlagerungspolitik, die mit der Tieferlegung der Zentralbahn in Angriff genommen wurde. Mit der verbesserten Bahnverbindung soll erreicht werden, dass die Pendler aus dem Kanton Nidwalden zukünftig nicht mit dem Auto nach Luzern fahren sondern mit dem Zug.

Der Ausbau der Autobahn zwischen Nidwalden und Luzern widerspricht der Verlagerungsabsicht total.

Es uns klar, dass der Stadtrat von Luzern nicht mitbestimmen kann, welche Projekte der Kanton Nidwalden mit dem Bundesamt für Straen in Angriff nimmt. Trotzdem gehen wir davon aus, dass die Verkehrspolitik nicht an der Kantonsgrenze halt machen darf, sondern dass gerade in diesem Bereich die interkantonale Zusammenarbeit enorm wichtig ist.

Wir fragen den Stadtrat an:
  • Hat der Stadtrat von diesem Projekt Kenntnis?

  • Ist der Stadtrat nicht auch der Meinung, dass dieses Projekt der Verlagerung von der Strasse auf Schiene zuwider läuft?

  • Wenn ja, hat der Stadtrat, zusammen mit dem Regierungsrat des Kantons Luzern, eine entsprechende Aussprache mit den Verantwortlichen des Kantons Nidwalden geführt?

  • Wie gedenkt der Stadtrat, zusammen mit dem Regierungsrat des Kantons Luzern und den Verantwortlichen in den Kantonen Nid- und Obwalden die Verlagerung von der Schiene auf die Strasse nach der Fertigstellung der Tieferlegung zu propagieren?

  • Mit welchen Anreizen soll die Verlagerung gefördert werden?