Grüne Vorstösse im Stadtparlament Luzern - Archiv 2010

Beschleunigung des Busverkehrs zwischen Ebikon und Luzern

Archiv: 18. August 2010

Postulat von Korintha Bärtsch namens JG/G-Fraktion

Flankierende Massnahmen zu einem Strassenbauprojekt sollen die Wirkung des eigentlichen Projekts unterstützen und stärken. Sie sind zwingender Bestandteil bei allen grossen Strassenbauprojekten um dem unkontrollierten Verkehrswachstum nicht Vorschub zu leisten. Sie müssen proaktiv eingesetzt werden um den Verkehr mit erhöhtem Druck auf die Autobahn zu leiten und auf parallelen Achsen die Kapazität zu reduzieren.

Die bevorstehende Eröffnung des Rontalzubringers ermöglicht eine solche Entlastung der Kantonsstrasse zwischen dem Rontal und Luzern zugunsten von öffentlichem und unmotorisiertem Verkehr. Eine nachhaltige Verbesserung ist aber nur dann zu erreichen, wenn gleichzeitig mit der Inbetriebnahme des neuen Autobahnzubringers der Verkehr auf der Kantonsstrasse wirkungsvoll dosiert und beruhigt wird. Ansonsten werden die freiwerdenden Kapazitäten über kurz oder lang mit neuem motorisiertem Individualverkehr (MIV) aufgefüllt.

Für das Funktionieren des öffentlichen Verkehrs ist es zentral, dass der aus Ebikon Richtung Luzern verkehrende MIV nur so dosiert in die Stadt gelassen wird, dass Maihof- und Zürichstrasse nicht verstopft werden können. Dazu muss auf der dazu genug breiten Luzernerstrasse in Ebikon eine Busspur eingerichtet werden, vor deren Ende der MIV mittels Ampel reguliert wird (analog Haldenstrasse).

Wir fordern den Stadtrat auf, sich beim Kanton und dem öV-Verbundrat vehement dafür stark zu machen, dass die genannten Massnahmen pünktlich zur Eröffnung des Rontalzubringers umgesetzt werden.