Grüne Vorstösse im Stadtparlament Luzern - Archiv 2010

Im Kinder- und Jugendbereich nicht sparen

Archiv: 20. Mai 2010

Postulat von Katharina Hubacher namens der G/JG-Fraktion

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern: In der Stadt Luzern wird in den nächsten Jahren gespart. Die Steuerausfälle infolge diverser Steuersenkungen müssen wettgemacht werden. Bei der Suche nach Sparmöglichkeiten geht aber leider oft die langfristige Sicht verloren. Die Auswirkungen solcher Sparmassnahmen zeigen sich oft erst ein paar Jahre später.

Die Grünen und Jungen Grünen Stadt Luzern sind der Meinung, dass die Stadt Luzern ihr Image als kinder- und familienfreundliche Wohnstadt nicht auf Spiel setzen darf. Kinder und Jugendliche haben das Recht, weiterhin gefördert, unterstützt und begleitet zu werden. Sie sollen sich hier in der Stadt Luzern entfalten und bilden können; sie sollen dazu aber auch genügend Freiräume und Spielplätze für ihre Freizeitgestaltung zur Verfügung haben.

Dazu braucht es u.a. gut unterhaltene Spielplätze, Bibliotheken mit günstigen Angeboten für Kinder, eine Musikschule mit einem qualitativ gutem Angebot, Schulen die alle Kinder umfassend fördern, schulergänzende Angebote die mehr sind, als nur eine Essensabgabe, Jugendarbeit in den Quartieren, Sportplätze die auch ausserhalb der Schulzeiten zur Verfügung stehen usw.

Es soll nicht eine Frage der finanziellen Möglichkeiten der Eltern sein, ob die Kinder die Angebote in Sport und Freizeit besuchen können. Alle Kinder, die in Luzern aufwachsen, sollen gleichwertige Chancen haben. Die meisten Angebote in diesem Bereich haben zudem eine präventive Wirkung, sei es im Bereich Bewegung und Gesundheit, im Konsumverhalten, sowie im sozialen Zusammenleben.

Wir beauftragen daher den Stadtrat in der nächsten Sparrunde alle Bereiche, die Kinder und Jugendliche betreffen, von den Sparmassnahmen auszunehmen.