Grüne Vorstösse im Stadtparlament Luzern - Archiv 2010

ÖV-Angebot für die Quartiere Reussbühl und Littau

Archiv: 15. April 2010

Interpellation von Luzia Mumenthaler-Stofer und Theres Vinatzer namens der SP/JUSO-Fraktion und Philipp Federer namens der G/JG-Fraktion

Die Fusion Luzern-Littau ist vollzogen und sehr gut angelaufen. Die neuen Quartiere Littau und Reussbühl gehören zu den grössten der Stadt Luzern. Die Busverbindungen in diesen Quartieren sollten nun dem städtischen Standard angeglichen werden, so wie dies im Fusionsvertrag versprochen worden ist. Für viele LittauerInnen ist es auch unverständlich, dass Littau nicht wie die übrigen städtischen Quartiere der Zone 10 zugeteilt worden ist und dass sie auf diese Weise mehr bezahlen als die BewohnerInnen des alten Stadtgebietes.

Im Vergleich des ÖV-Angebots mit ähnlichen Quartieren wie Würzenbach, Tribschen oder Wesemlin schneidet Littau in Bezug auf Frequenz, Erschliessung und Tarife wesentlich schlechter ab. Dies gilt insbesondere für die Wohngebiete Ruopigen, Waldstrasse und Eichenstrasse in Reussbühl sowie das Gebiet Littauerboden und Thorenberg in Littau.

Wir bitten den Stadtrat daher um die Beantwortung folgender Fragen:
  1. Was unternimmt der Stadtrat, um die Ungleichheiten im Taktfahrplan der Linie 12 auszugleichen und höhere Frequenzen, insbesondere am Abend und am Wochenende, anzubieten?
  2. In Reussbühl sind die Wohngebiete Waldstrasse/Eichenstrasse nicht an den öffentlichen Verkehr angebunden. Welche Möglichkeiten sieht der Stadtrat, diese Gebiete zu erschliessen?
  3. In Littau sind die Wohngebiete Littauerboden und Thorenberg nur ungenügend an den öffentlichen Verkehr angebunden. Welche Möglichkeiten sieht der Stadtrat, diese Gebiete besser zu erschliessen?
  4. Im Zonenplan der vbl sind Littau und Reussbühl sogar gegenüber anderen Agglomerationsgemeinden (z. B. Kriens und Horw) benachteiligt. Was unternimmt der Stadtrat, um die ÖV-Tarife von Littau denjenigen des alten Stadtgebiets anzugleichen?
Für die Beantwortung der Fragen noch vor dem nächsten Fahrplanwechsel danken wir ganz herzlich.