Grüne Vorstösse im Kantonsparlament Luzern - Archiv 2008

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Interkantonalen Monitoring der Kinder- und Jugendarbeit

Archiv: 17. Juni 2008

Postulat von Christina Reusser und Mitunterzeichnenden

Wir bitten den Regierungsrat, den Beitritt zum interkantonalen Monitoring der Kinder- und Jugendarbeit zu prüfen.

Begründung:
Mehrere Kantone sprechen sich für ein gemeinsames Monitoring ihrer Kinder- und Jugendarbeit aus. Im Moment werden auf Initiative der Okaj Zürich, Kinder- und Jugendförderung des Kantons Zürich, Gespräche zur Ausgestaltung dieses Vorhabens geführt. Mit einem Monitoring der ausserschulischen Jugendarbeit sollen ausgewählte quantitative und qualitative Daten zur Jugendarbeit in den beteiligten Kantonen erhoben werden.

Das Monitoring verfolgt die Ziele:
  • Bereitstellung von Entscheidungsgrundlagen für die kantonale Planung und Steuerung zuhanden von Regierung und Verwaltung,
  • Ermöglichung eines interkommunalen und interregionalen Benchmarkings (mit dem Wissen, dass nicht alle Regionen 1:1 vergleichbar sind),
  • Ermittlung von Referenzwerten,
  • Darstellung von Zeitreihen und Ableitung von Entwicklungstendenzen,
  • Ableiten von Handlungsansätzen für die lokalen und kantonalen Verantwortlichen,
  • wissenschaftlich fundierte Erhärtung von beobachteten Entwicklungen.
Die koordinierte, kantonsübergreifende Durchführung dieser Befragung würde folgende Vorteile bringen:
  • die Vergleichbarkeit der Daten ermöglicht ein interkantonales Benchmarking (mit dem Wissen, dass nicht alle Kantone 1:1 vergleichbar sind),
  • Kosteneinsparungen im Vergleich zu Einzelerhebungen,
  • Erhöhung der Professionalität des Monitorings,
  • Abstimmung auf die individuellen Bedürfnisse der Kantone durch modulare Ausgestaltung der Befragung,
  • mittelfristige Verfügbarkeit nationaler Daten zur Kinder- und Jugendarbeit oder zumindest von grösseren Teilen der Schweiz.
Die Kantone wurden über die Konferenz der kantonalen Beauftragten für Kinder- und Jugendarbeit zur Mitarbeit eingeladen. Bereits sind mehrere Kantone (AG, SO, BS, SG) an einer Zusammenarbeit interessiert, und es wurden erste Gespräche zur Ausgestaltung dieses Vorhabens geführt. So soll ein gemeinsames Monitoring bereits ab 2009 realisiert werden. Gemäss Auskunft der Geschäftsführung der Okaj Zürich (Initiantin des Projektes) ist vom Kanton Luzern noch keine Antwort bezüglich Beitritt zum Projekt eingegangen.

Gemäss Auskunft des Vereins Jugendarbeit Region Luzern (JaRL) bemüht sich dieser schon seit längerem für ein überregionales Monitoring. So gelangen immer wieder Gemeinden, gerade auch solche, die sich im Aufbau von professioneller Jugendarbeit befinden, mit dem Anliegen von verlässlichen Zahlen in Bezug auf Stellenprozente und Budget an die Geschäftsstelle der JaRL. Die offene Jugendarbeit braucht Standards, die es ermöglichen, überregionale Vergleiche darzustellen. Dieses Anliegen wurde schon mehrmals beim Kanton deponiert. Dieser hat bis jetzt jedoch immer auf die Gemeindeautonomie verwiesen und sich nicht in die Verantwortung für das Erstellen eines Monitorings einbinden lassen. Die Koordination der Kinder- und Jugendarbeit ist als Aufgabe unter der kantonalen Dienststelle Soziales und Gesellschaft aufgeführt, weshalb nicht nur auf die Autonomie der Gemeinde verwiesen werden kann.

Der Kanton Luzern verfügt nebst den Kantonen Zürich und Wallis über einen Studiengang in soziokultureller Animation, die Absolventen dieser Fachhochschulen sind hauptsächlich in den Berufsfeldern der ausserschulischen Kinder- und Jugendarbeit tätig. Mit dem Beitritt zum interkantonalen Monitoring bietet sich für den Kanton die Gelegenheit, aktiv einen wichtigen und unerlässlichen Beitrag zur Beschaffung von notwendigen Daten und Standards beizutragen.