Grüne Vorstösse im Kantonsparlament Luzern - Archiv 2008

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Motion zur Aufbewahrung von Ordonnanzwaffen

Archiv: 10. März 2008

Motion von Katharina Meile und Mitunterzeichnenden

Wir fordern die Regierung auf, gesetzliche Grundlagen zu erarbeiten, die es ermöglichen, Ordonnanzwaffen in Zusammenarbeit mit der Armee kantonal in einem gesicherten Raum lagern zu können.

Begründung:
Es ist nicht zeitgemäss, dass Militärwaffen zu Hause aufbewahrt werden. Es ist wichtig, dass diese Waffen in Zusammenarbeit mit der Armee vom Kanton gelagert werden können und nur für den Militärdienst sowie für das obligatorische Schiessen ausgehändigt werden.

Warum braucht jeder Militärdienstpflichtige seine Waffen zu Hause? Für den Zweck der Ordonnanzwaffen tut das nichts. Im Gegenteil, in unserer Gesellschaft braucht man sich zum Glück nicht mit Waffen zu verteidigen. So bedeuten sie nur ein Risiko. Sie sind zu leicht verfügbar und senken so die Hemmschwelle für Gewalttaten, sei es für Suizid oder Angriffe auf andere Personen.

Es reicht auch nicht, bloss die Munition zurückzubehalten, denn es kann selbst durch aufwendige Kontrolle vor Urlauben, am Ende einer Dienstperiode oder nach dem obligatorischen Schiessen nicht verhindert werden, dass etwas übersehen wird. Das tragische Ereignis am Hönggerberg vom 23. November 2007 verdeutlicht dies leider nur zu gut.

Zudem ist die passende Munition privat zu leicht erhältlich, in jedem Waffengeschäft ist sie ohne grosse Kontrolle käuflich, wie es ein Artikel des «Tages-Anzeigers» vom 21. Juni 2007 belegt.

Folglich ist der beste Schutz vor Gewalt mit Armeewaffen, diese nicht zu Hause, sondern kantonal gesichert aufzubewahren.

Da der Kanton Luzern nicht mehr über ein dafür nutzbares Zeughaus verfügt, muss ein anderer Lagerort gefunden werden. Eventuell ergibt sich in der Lagerung von Armeewaffen auch eine Zusammenarbeit mit Nachbarkantonen. So fordern wir die Regierung auf, in Zusammenarbeit mit der Armee zu ermöglichen, dass Ordonnanzwaffen gesichert in einem geschützten Raum aufbewahrt werden können.