Artikel und Pressemitteilungen - Archiv 2005

Quartierverein "Luegisland": Auf sich selbst fixiert?

Archiv: 8. November 2005

Seit dem Beginn der Debatte haben sich die Jungen Grünen Luzern (jgrüne) für das Projekt eines Fixerstüblis in der Stadt Luzern stark gemacht. Sie empfinden die Haltung des Quartiervereins "Luegisland", der das Fixerstübli nicht im Geissmättli haben will, als intolerant.

Medienmitteilung Junge Grüne Luzern

Die jgrünen wiederholen es gerne noch einmal: Es gibt auch in Luzern drogensüchtige Menschen. Und diese müssen ihre Drogen irgendwo konsumieren können. Das Problem verschwindet nicht, wenn man die Augen schliesst. Wir müssen miteinander Lösungen finden. Dazu braucht es Toleranz, Anstand und Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten. Eine Stadt, welche Drogenabhängigen mit Menschlichkeit begegnet und Institutionen schafft, welche diese unterstützen, verhindert eine offene Drogenszene, deren Horror uns die 90er Jahre aufzeigten.

Da kann man doch nicht kalt und herzlos sein
Die jgrünen glauben, dass auch viele Menschen, welche die Vorzüge ihrer privilegierten Wohnlage am Bramberg geniessen, diese Ansichten teilen. Sie sind nicht grundsätzlich gegen ein Fixerstübli, sondern sie sind gegen ein Fixerstübli in ihrem Quartier. Die jgrünen können eine solche Haltung nicht verstehen. Sie entspricht nicht ihrer Ansicht einer solidarischen, toleranten Gesellschaft, für welche sie sich auch in unserer Stadt einsetzen wollen.

Das Geissmättli ist ein guter Standort
Die jgrünen hoffen weiterhin, dass im Geissmättli bald ein Fixerstübli eröffnet werden kann. Erstens, weil sie nicht glauben, dass ein solches die Ruhe am Bramberg nachhaltig stören wird, zweitens, weil es ihnen vor einer Stadt graut, in der jene, welche die Mittel zum lauten Krähen haben, bloss deswegen auch immer kriegen, was sie wollen.