Artikel und Pressemitteilungen - Archiv 2005

Niederlage für die Umwelt

Archiv: 25. September 2005

Das Komitee "Nein zum Rontal-Zubringer" ist enttäuscht darüber, dass die Luzerner StimmbürgerInnen dem Kredit für den Bau des Rontal-Zubringers zugestimmt haben. Die Niederlage ist in erster Linie eine Niederlage für die Umwelt, denn der neue Autobahnzubringer wird täglich bis zu 19 000 Fahrten zusätzlich verursachen, und damit mehr Lärm, Abgase und CO2-Ausstoss. Die Ablehnung des Zubringers hätte ein Umdenken im Verkehrssystem der Agglomeration Luzern auslösen müssen. Die heutige Energieverschwendung im Verkehr ist langfristig nicht zu verantworten, wie die aktuellen Folgen der Klimaerwärmung leider bereits allzu deutlich zeigen.

Medienmitteilung Komitee "Nein zum Rontal-Zubringer"

Das Komitee "Nein zum Rontal-Zubringer" ist enttäuscht darüber, dass die Luzerner StimmbürgerInnen dem Kredit für den Bau des Rontal-Zubringers zugestimmt haben. Die Niederlage ist in erster Linie eine Niederlage für die Umwelt, denn der neue Autobahnzubringer wird täglich bis zu 19 000 Fahrten zusätzlich verursachen, und damit mehr Lärm, Abgase und CO2-Ausstoss. Die Ablehnung des Zubringers hätte ein Umdenken im Verkehrssystem der Agglomeration Luzern auslösen müssen. Die heutige Energieverschwendung im Verkehr ist langfristig nicht zu verantworten, wie die aktuellen Folgen der Klimaerwärmung leider
bereits allzu deutlich zeigen.

Das Nein-Komitee ist gespannt, wie sich das Rontal nach dem Bau des Zubringers wirtschaftlich entwickeln und ob die prognostizierte Rentabilität tatsächlich erreicht werden wird. Es hofft auf eine Entwicklung mit wertschöpfungsintensiven Unternehmungen, die möglichst wenig Verkehr verursachen bzw. die mit einem guten öV-System bedient werden können.

Es muss nun darum gehen, dass die Argumente und Versprechungen, welche die BefürworterInnen in ihrer Kampagne eingesetzt haben, auch umgesetzt werden. Vorab sind die erst vage formulierten flankierenden Massnahmen konsequent umzusetzen, damit die Entlastungen in den Dörfern tatsächlich dauerhaft erreicht werden können und nicht in wenigen Jahren durch neuen Strassenverkehr wieder zunichte gemacht sind. Dies ist mit verkehrslenkenden und -reduzierenden Massnahmen zu erreichen. Gleichzeitig kann und muss das öV-System verbessert werden mittels Busschleusen bzw. Pförtnerung oder durchgehenden Busspuren,
mit der Umsetzung des Radroutenkonzepts und mit geeigneten Massnahmen im Langsamverkehr. Da das Projekt als "positiv für die Umwelt" deklariert wurde, fordert das Komitee, dass der verursachte Mehrverkehr und sein CO2-Ausstoss durch verkehrs- und energiepolitische Massnahmen kompensiert werden, damit der Kanton Luzern nicht noch mehr vom "Kyoto-Weg" abkommt.

Schliesslich verbindet das Komitee das Abstimmungsergebnis mit zwei Hoffnungen: Zum einen hoffen wir, dass es gelingt, die Entlastungen bei den Dorfdurchfahrten dauerhaft zu machen. Zum anderen zeigt die Abstimmung, dass die Bevölkerung bereit ist, Geld für Projekte zur Verfügung zu stellen: Auf diese Bereitschaft zählen wir auch, wenn es beispielsweise darum geht, die von der Schliessung bedrohten Institutionen wie das Spital Wolhusen, das Gymnasium Beromünster oder das Naturmuseum zu erhalten.