Artikel und Pressemitteilungen - Archiv 2002

Referendum gegen teure Privatisierung steht

Archiv: 27. Juni 2002

Das Referendum gegen die Privatisierung der Sterilgutaufbereitung an den kantonalen Spitälern ist zustande gekommen. Am 26. Juni 2002 übergaben Vertreterinnen und Vertreter des Referendumskomitees Frau Yvonne Ineichen-Sigrist vom Amt für Gemeinden 3'121 beglaubigte und gültige Unterschriften aus 77 Gemeinden. Die Hälfte der Unterschriften kommt aus der Stadt Luzern.

Das Komitee, bestehend aus dem Grünen Bündnis, JUSO, SP und den Gewerkschaften, freut sich, dass es die nötigen 3'000 Unterschriften innerhalb der kurzen Frist von 60 Tagen zusammentragen konnte.

Mit dem Referendum wehrt sich das Komitee gegen die Privatisierung der Sterilgutaufbereitung an den kantonalen Spitälern. Die private Lösung kostet den Kanton jährlich zwischen 500'000 und 800'000 Franken mehr als die kantonseigene Sterilisation. Das bedeutet höhere Spitalkosten, die über Steuergelder und Krankenkassenprämien bezahlt werden müssen. Dazu sagt das Komitee NEIN.

Das Komitee setzt sich dafür ein, dass der Staat im Gesundheitswesen marktführend bleibt. Nur so ist gewährleistet, dass die medizinische Versorgung für alle gleich ist und keine Zweiklassenmedizin entsteht.

Abstimmungstermin ist der 22. September. Das Komitee hofft auf einen fairen Abstimmungskampf.

01.05.2002: Grüne wenden sich gegen teure Privatiserungslösung der Sterilgutaufbereitung
27.06.2002: Nein zur teuren Privatisierung (von Patrick Graf, GB-Grossrat, Kriens)